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Eröffnung des Potsdamer Museums Barberini

Sonntag, 15 Januar 2017 19:02
Museum Barberini Frontansicht Museum Barberini Frontansicht Photo: Helge Mundt

Potsdam - Selten geschieht es, daß wir die Eröffnung eines neuen Kunstmuseums ankündigen können. Nun wird jedoch am 23. Januar 2017 in Potsdam das Museum Barberini seine Pforten den Besuchern öffnen. Grundstock des Bestandes wird die Privatsammlung des Stifters und Kunstförderers Hasso Plattner sein. Diese soll durch regelmäßige Wechselausstellungen mit Leihgaben verschiedener Museen und Sammlungen ergänzt werden.

Der IT-Unternehmer Hasso Plattner hatte zuvor mit einer umfassenden Spende bereits die Restauration der Fassade des Potsdamer Stadtschlosses ermöglicht, nun wird das von ihm ermöglichte Kunstmuseum für Potsdam eingeweiht. Gleich vier Ausstellungen werden ab dem 23. Januar zu besichtigen sein, ein Sonderprogramm soll bereits am 21. Januarstattfinden.

Plattners eigene Sammlung hat ihren Schwerpunkt auf der Kunst der DDR-Zeit, aus dieser rekrutiert sich das Material für „Künstler in der DDR. Aus der Sammlung des Museums Barberini.“ Diese Ausstellung soll in zwei Galerieräumen Werke von Bernhard Heisig und Stefan Plenker zeigen, einen Schwerpunkt bilden allerdings Arbeiten Wolfgang Mattheuers, dessen Bronzeskulptur „Jahrhundertschritt“ im Garten des Museums einen festen Platz gefunden hat.

„Klassiker der Moderne“ deckt ein weites Spektrum ab. Vom deutschen Impressionismus Liebermanns über französische Fauves bis zur frühen abstrakten Moderne eines Wassily Kandinsky spannt sich der Bogen. 60 Werke, darunter auch von Edvard Munch, Emil Nolde und Andy Warhol, sollen in ihrem Zusammenhang, mit der dazugehörigen Geschichte, präsentiert werden.

Den Höhepunkt der drei bis zum 28. Mai zu besichtigenden Gemäldeausstellungen bildet vermutlich das Thema „Impressionismus. Die Kunst der Landschaft.“ Die Abkehr vom symbolischen Gehalt der Bilder hin zu einer die Natur als solche festhaltenden Malweise wird gezeigt. Wie gelang es den Freilichtmalern, die verschiedenen Stimmungen, Jahreszeiten, Lichtverhältnisse auf die Leinwand zu bringen? Mit Claude Monet, Pierre-Auguste Renoir, Alfred Sisley und Gustave Caillebotte werden einige der großen frühen Impressionisten vertreten sein.

Die Impressionismus-Ausstellung bildet auch den Aufhänger der Eröffnungsveranstaltung am Sonnabend, dem 21. Januar. Unter dem Titel „Unterwegs im Licht“ hat die Stadt Potsdam ein umfassendes Programm angekündigt; das Museum Barberini befaßt sich dabei ab 15 Uhrmit „Licht im Impressionismus“. Es wird regelmäßige Kurzführungen und eine Lichtinstallation am Museum geben, auch ein Sonderprogramm für Kinder ist angedacht. Der Eintritt ist an diesem Tag frei, es muß jedoch sicher mit längeren Wartezeiten gerechnet werden.

Darüber hinaus gibt es eine bis zum 11. Februar 2018 angesetzte Ausstellung zur Geschichte des „Palais Barberini“ von der Errichtung 1771/72 über die Zerstörung 1945 bis zur Rekonstruktion in den Jahren 2013 bis 2016. Auch der Ausblick in die nicht ganz so nahe Zukunft verheißt Spannendes: von Juni bis Oktober sollen wichtige Werke aus der Sammlung Phillips mit US-amerikanischer Kunst vom amerikanischen Impressionismus bis zum abstrakten Expressionismus zu sehen sein, eine Ausstellung von Oktober 2017 bis Februar 2018 wird sich dem Künstlerdasein in der DDR widmen.

Das Museum Barberini befindet sich am Alten Markt (Humboldtstraße 5-6) in Potsdam. Geöffnet sein wird es täglich von 11-19 Uhr; Dienstag ist jedoch Schließtag (abgesehen vom 24.1., dem ersten Dienstag nach der Eröffnung – hier werden die Räume zu besichtigen sein). Jeden ersten Donnerstag im Monat ist überdies die Öffnungszeit bis 21 Uhr verlängert.

 

Verweise:

http://museum-barberini.com/
https://www.potsdam.de/museum-barberini-potsdam

Letzte Änderung am Sonntag, 15 Januar 2017 19:10
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