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Oberbürgermeisterwahl

AfD Saarbrücken nominiert Deutsch-Iranerin Laleh Hadjimohamadvali zur Wahl

Mittwoch, 13 März 2019 21:15
Saleh Hadjimohamadvali Saleh Hadjimohamadvali Quelle: AfD Saarbrücken

Saarbrücken - Die AfD Saarbrücken hat am Weltfrauentag für ein Ausrufezeichen gesorgt und die aus dem Iran stammende Islamkritikerin Laleh Hadjimohamadvali einstimmig als Kandidatin für den Posten des Oberbürgermeisters nominiert.

Die 46-Jährige Mutter zeigt damit erneut, dass sie im saarländischen Landesverband der migrationskritischen, medial oftmals als männlich dominiert dargestellten Partei mittlerweile eine feste Größe ist. Sie zählt zu den Unterstützern des in der Partei teilweise umstrittenen Landesvorsitzenden Josef Dörr. Bereits zur Bundestagswahl kandidierte Hadjimahmadvali auf Listenplatz 3 im Bundesland.

1986 kam sie als Flüchtling nach Deutschland

Als Oberbürgermeisterin will sich Hadjimohmadvali im Bereich der Schul- und Familienpolitik engagieren. Andere Kinder sollen es besser haben als sie, die 1972 in Teheran geboren wurde und 1986 gemeinsam mit ihrer Mutter nach Deutschland „vor dem Islam“, wie selbst sagt, geflohen ist. Ihr leiblicher Vater hatte ihre Mutter ermorden lassen wollen.

Mit der Nominierung von Hadjimohmadvali fokussiert sich die Saarbrücker AfD auf ihr Kernthema muslimische Einwanderung und zeigt zugleich, dass die steten Rassismusvorwürfe gegen die Partei auf wackeligen Beinen stehen. Doch im Kommunalwahlkampf wird Hadjomhmadvali – so wichtig ihr Leibthema auch ist – zu vielen kommunalen Problemen Stellung beziehen und Lösungen anbieten müssen. Ob sie dieser Aufgabe gewachsen ist, wird der Wahlkampf zeigen.

Letzte Änderung am Donnerstag, 14 März 2019 01:23
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