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Kommt nach dem Brexit der „Czexit“?

Die neue APC Partei in Tschechien

Donnerstag, 30 Juni 2016 16:28
Alternative für die Tschechische Republik (APC) – Petr Hampl (m) Alternative für die Tschechische Republik (APC) – Petr Hampl (m) Quelle: APC – Facebook

Prag - Bereits Anfang Mai 2016 kündigte der tschechische „Block gegen den Islam“ die Gründung einer Partei nach dem Vorbild der AfD an. Ermutigt durch die Rede des ehemaligen tschechischen Präsidenten Vaclav Klaus auf dem AfD Parteitag in Stuttgart und möglicherweise inspiriert durch die AfD hat der Block nun die  „Alternative für die Tschechische Republik 2017“ (APC) ins Leben gerufen.

Am Gründungsparteitag forderte der zum Vorsitz gewählte Soziologe Petr Hampl “alle anständigen Menschen dazu auf, die Europäische Union zu zerstören und sie durch etwas Besseres zu ersetzen.“ 

In Tschechien stimmen mittlerweile drei Fünftel der Tschechen für den EU-Austritt ihres Landes.

Die APC Partei präsentiert sich patriotisch, wirtschaftsliberal und islamkritisch. Sie toleriert die islamische Religion, lehnt aber jeglichen Versuch islamisches Recht, die Scharia oder eine islamische Gesellschaftsordnung in Tschechien zu etablieren, ab. Die Multikulti-Ideologie sehen sie als gescheitert an. Als Vorbild der Demokratie diene das Schweizer Modell. 

Tschechien hat den Euro noch nicht eingeführt. Die Eurokrise und der Streit um die aktuelle Flüchtlingspolitik verursachten in den letzten Monaten eine steigende EU-Skepsis in Tschechien und führten letztendlich zur Gründung dieser APC Partei. 

Nach dem Brexit spekuliert man nun auf einen „Czexit“.

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