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Schlag ins Gesicht für unsere Soldaten

Für Jan Nolte (AfD) ist die Nominierung Kramp-Karrenbauers ins Verteidigungsministerium ein Unding

Mittwoch, 17 Juli 2019 13:04
Jan Nolte, MdB/AfD Jan Nolte, MdB/AfD Quelle: AfD

Berlin - Für den hessischen AfD-Bundestagsabgeordneten Jan Nolte (Jahrgang 1988), selbst Bootsmann der Reserve, war die Entscheidung der Bundeskanzlerin, Annegret Kramp-Karrenbauer auf Ursula von der Leyen als Bundesverteidigungsministerin folgen zu lassen eine herbe Enttäuschung. Nolte, Mitglied des Verteidigungsausschusses, erklärt:

„Unsere Soldaten bekommen als Quittung eines unwürdiges Postengeschachers nun also die zweite Fehlbesetzung in Folge serviert. Auch Annegret Kramp-Karrenbauer kann keinerlei militärischen oder außenpolitischen Hintergrund vorweisen, was diese Personalentscheidung nach den bleiernen Jahren unter Ursula von der Leyen umso absurder macht. Allen Soldaten dürfte klar sein, dass die CDU hier die persönlichen Interessen von Frau Kramp-Karrenbauer über das Wohl der Bundeswehr stellt.

Es ist blanker Hohn, dass hier eine Hinterzimmerentscheidung wieder mal auf Kosten der Bundeswehr getroffen wurde, die gerade nach Ursula von der Leyen eine politische Führung bräuchte, die den Soldaten und die militärische Gemeinschaft versteht. Stattdessen werden die Bundeswehrangehörigen zum Spielball einer enthemmten CDU-Machtpolitik degradiert, in der Ministerposten offensichtlich ohne Plan und Sinn vergeben werden.

Unsere Soldaten, die bei Einsätzen weltweit ihr Leben riskieren, haben eine Führungsperson verdient, die das Verteidigungsministerium nicht erneut als Karrieresprungbrett nutzt, sondern mit Herz und Verstand bei der Truppe ist. Kramp-Karrenbauers Ernennung wirkt da wie ein Schlag ins Gesicht unserer treuen Soldaten.“

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