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Afrikaner stürmen spanische Grenze

Italien befürchtet Flüchtlingsmassen "von biblischem Ausmaß"

Montag, 12 Dezember 2016 17:51
Migranten aus Afrika vor der Küste Italiens Migranten aus Afrika vor der Küste Italiens Quelle: HESSEN DEPESCHE

Rom - Binnen weniger Wochen stürmten etwa 400 Afrikaner den Grenzzaun zur spanischen Exklave Ceuta in Marokko. Ceuta in Marokko liegt an der Meerenge von Gibraltar. Ceuta und Melilla, 250 Kilometer weiter östlich gelegen, bilden die beiden einzigen EU-Außengrenzen auf dem afrikanischen Kontinent. Der sechs Meter hohe Grenzzaun ist nur schwerlich zu überwinden. Aber immer wieder schaffen es einige Migranten den Zaun zu überklettern.

Zehntausende Afrikaner träumen von einer Flucht nach Europa, insbesondere in das Wunderland Deutschland mit dem hohen Anreizsystem. Bei dem jetzigen Massenansturm sind die spanischen Sicherheitsbehörden überrannt worden. Die Migranten hätten an mehreren Stellen den Zaun gestürmt und mit Schneidwerkzeugen den Zaun attackiert.

Offensichtlich häufen sich diese Vorfälle. Während Italien in der Flüchtlingskrise schon an seine Grenzen stößt, gibt es in Spanien noch keine Flüchtlingskrise. Mittlerweile haben die Schweizer und Österreicher die Grenzkontrollen verschärft und ein „Durchwinken“ der Flüchtlinge nach Deutschland ist deshalb nicht mehr so leicht möglich.

In Italien ließ eine Bezirksverwaltung auf Grund des Migrationsdrucks ein Hotel konfiszieren, um Flüchtlinge dort unterzubringen. Das Flüchtlingschaos mag möglicherweise auch das Referendum in Italien und damit die „Abwahl“ des Matteo Renzi beeinflusst haben.

Der in Italien vorhergesagte erwartete Exodus von „biblischem Ausmaß“ aus Afrika scheint sich zu bewahrheiten.

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