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Universitäre Diskussion:

Linksextreme stören Vortrag von FDP-Chef Christian Lindner

Mittwoch, 12 Juli 2017 20:36
Christian Lindner mit Rückenwind für seine FDP und Gegenwind durch autonome Linke Christian Lindner mit Rückenwind für seine FDP und Gegenwind durch autonome Linke Quelle: Christian Lindner, Facebook

Bochum - Der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner scheint die Partei erfolgreich aus der Lobbyisten-Schmuddelecke geführt zu haben. Entgegen aller Unkenrufe nach der letzten Bundestagswahl, die für die Liberalen das Aus auf Bundesebene bedeutete, würde der Mannschaft um Lindner nach allen Umfragen recht deutlich der Wiedereinzug gelingen, würde schon heute gewählt.

Bei einer Veranstaltung mit Lindner an der Universität Bochum bekam Lindner es nun aber mit mutmaßlichen Linksextremisten zu tun. Diese störten seine Rede vor Studenten vehement durch das Schreien von Parolen und letztlich einem Sturm auf die Bühne.

Linksextreme verlieren gegen Lindner

Stein des Anstoßes für die Störenfriede war die Regelung im schwarz-gelben NRW-Koalitionsvertrag, dass künftig Nicht-EU-Ausländer in Nordrhein-Westfalen wieder Studiengebühren zahlen müssen. Für die Protestler ist diese, auch im grün-roten Baden-Württemberg gängige Regelung „rassistisch“. Versuche Lindners, Stellung zu nehmen, wurden von dem Mob zunächst niedergebrüllt, schließlich gab er jedoch frustriert auf, denn Lindner dachte nicht daran, die Veranstaltung abzubrechen. Letzteres dürfte das eigentliche Ziel der militanten Linken gewesen sein, die gerade universitäre Räume immer wieder als ihr Privateigentum betrachten.

Immer wieder linksextremer Hass an Universitäten

Von ihren Protesten sind Politiker fast aller Parteien betroffen, wobei es AfD, CDU und FDP meistens besonders schwer haben. So musste etwa ein Vortrag des AfD-Landesvorsitzenden André Poggenburg an der Universität Magdeburg abgebrochen werden, als die Randalierer sogar gewalttätig wurden. Im April 2013 musste der damalige Verteidigungsminister Thomas de Maizière ausgerechnet an der Humboldt-Universität in Berlin einen Vortrag über die Bundeswehr als Armee der Einheit abbrechen, weil er einfach niedergebrüllt wurde. Gerade die Humboldt-Universität fällt immer wieder durch linksextreme Störenfriede auf.

Berlin: Linksextremisten brüllen 82-jährige Holocaust-Überlebende nieder

Höhepunkt des undemokratischen Verhaltens war aber wohl ein Vortrag im Juni dieses Jahres, als drei Linksextreme vom BDS Berlin die 82-jährige Holocaustüberlebende Dvorah Weinstein mit anti-zionistischen Parolen niederbrüllten und erst durch den Wachschutz entfernt werden mussten, bis die ältere Dame ihren Vortrag halten konnte. Dieser Vorfall zeigt vielleicht noch mehr als die Gewaltexzesse rund um den G20-Gipfel, wie rücksichtslos und brutal Linksextremismus in Deutschland sein kann und wie wenig Bedeutung seiner Bekämpfung bislang beigemessen wurde.

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