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Sebastian Münzenmaier (AfD) bietet Thomas Cook-Betroffenen einen Notfallratgeber

Montag, 28 Oktober 2019 13:01
Sebastian Münzenmaier, MdB/AfD Sebastian Münzenmaier, MdB/AfD Quelle: Sebastian Münzenmaier

Berlin - Der Vorsitzende des Tourismusausschusses im Deutschen Bundestag Sebastian Münzenmaier (AfD) bietet auf seiner Homepage einen Ratgeber für die Betroffenen der Insolvenz von Thomas Cook an (https://www.sebastian-muenzenmaier.de/thomas-cook-pleite-ratgeber). Als am 23. September 2019 das seit Jahren strauchelnde Reise-Traditionsunternehmen seinen Geschäftsbetrieb einstellen musste, traf dies hunderttausende Touristen im Ausland und natürlich auch diejenigen, die bereits eine Reise gebucht, aber noch nicht angetreten hatten.

Alleine in Deutschland fehlen 400 Millionen Euro für Entschädigungen

Wie nun bekannt wurde, fehlen alleine in Deutschland für die Entschädigung der Kunden 400 Millionen Euro, sodass diese wohl nur einen Teilbetrag ihrer Reisekosten zurückerhalten werden. Der Reisesicherungsschein hilft vorliegend nur bedingt weiter, da der Gesamtschaden die Versicherungssumme deutlich übersteigt und somit in großen Teilen nicht mehr mitversichert ist.

Münzenmaier: Lastschrift- und Kreditkartenzahlungen schnell zurückholen!

Sebastian Münzenmaier rät daher denjenigen Kunden, die per Lastschriftverfahren oder Kreditkarte bezahlt haben, ihre Zahlung noch rückbuchen zu lassen. Vereinzelt wird derweil berichtet, dass Banken zu Unrecht versuchen, Kunden diesbezüglich abzuwimmeln. Dies geschieht jedoch ohne Rechtsgrundlage, weswegen man auf seinem Recht bestehen sollte.

Staatshaftungsanspruch gegen die Bundesrepublik möglich

Eine weitere, allerdings noch sehr ungewisse Option könnte sogar ein Staatshaftungsanspruch gegen die Bundesrepublik sein. Denn unter Juristen ist umstritten, ob die Pauschalreiserichtlinie korrekt in deutsches Recht überführt wurde oder nicht. Sollte dies nicht der Fall sein, könnte auf Grund der mangelhaften Absicherung im konkreten Fall ein Anspruch gegen die Bundesrepublik Deutschland bestehen.

Warnung vor Phishing-Mails

Zu allem Überfluss verschicken aktuell Kriminelle Phishing-E-Mails, die vorgeben, von Thomas Cook zu stammen, warnt Sebastian Münzenmaier in seinem Ratgeber. Für die Zukunft will der Touristikfachmann besser vorbeugen und Reiseveranstalter einem Stresstest ähnlich dem der Banken unterziehen, um Kunden Transparenz und Sicherheit bei der Urlaubsplanung zu geben.

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