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Harte Strafe für Anstiftung zur Randale am Übergang Röszke

Ungarn: Syrischer Migrant wegen Gewalt an der Grenze zu zehn Jahren Haft verurteilt

Freitag, 02 Dezember 2016 06:14

Szeged – In Ungarn ist ein syrischer Migrant wegen Beteiligung an Krawallen an der Grenze zu Serbien zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Der Mann hatte im September 2015 Steine auf Polizisten geschleudert, um so eine Öffnung der Grenze am Übergang Röszke zu erzwingen, erklärte das Gericht in Szeged bei der Urteilsverkündung am Mittwoch. Dies werde als Terrorakt eingestuft. Der 40-jährige Syrer soll einer der Anstifter der Ausschreitungen gewesen, über die auch deutsche Medien berichteten.

Gut die Hälfte der über eine Million Migranten, die im vergangenen Jahr nach Europa gelangten, reiste über Ungarn ein. In den Ländern der sogenannten Balkanroute kam es im Zuge der Einwanderungswelle immer wieder zu chaotischen Szenen und Übergriffen auf Polizei- und Grenzschutzbeamten. Ungarn schottete daraufhin seine Grenze zum Nachbarn Serbien mit Stacheldraht ab und erließ Gesetze, die unter anderem Haftstrafen für den illegalen Grenzübertritt vorsehen. Vertreter der ungarischen Regierung begrüßten die hohe Strafe, die das Gericht in Szeged dem Syrer auferlegte.

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