Diese Seite drucken
Freigegeben in Politik

Verzerrende Berichterstattung in deutschen Medien

Wasserkrise im Gazastreifen - Israel liefert Palästinensern 33 Mio. Kubikmeter zusätzliches Frischwasser

Samstag, 15 Juli 2017 04:59
Wasserkrise im Gazastreifen - Israel liefert Palästinensern 33 Mio. Kubikmeter zusätzliches Frischwasser Quelle: Kartendaten © 2017 Google,Mapa GISrael,ORION-ME | HESSEN DEPESCHE | JERUSALEM POST

Tel Aviv – Entgegen einschlägiger Berichterstattung in vielen deutschen Medien lässt die israelische Regierung die Palästinenser nicht verdursten. Israelis und Palästinenser haben nun sogar ein Abkommen geschlossen, nach welchem Israel jedes Jahr 33 Millionen Kubikmeter Wasser zusätzlich an die Palästinensische Autonomiebehörde liefern wird. Auch das benachbarte Jordanien soll langfristig in das Projekt eingebunden sein. Offenbar engagierten sich auch die USA für diesen "Deal". Der US-Sondergesandte Jason Greenblatt soll dem Vernehmen nach diese vernünftige Abmachung in Jerusalem angeschoben haben.

 

Die stets gut informierte JERUSALEM POST sieht in dem Abkommen einen Teilschritt eines lange geplanten gemeinsamen Kanalprojekts zwischen dem Roten Meer und dem Toten Meer.

Jason Greenblatt hob das Interesse des US-Präsidenten Donald Trump (R) für einen solchen ausgleichenden Schritt zwischen Israel und den Palästinensern nochmal hervor: Präsident Trump habe klar gemacht, dass für ihn ein bleibendes Friedensabkommen zwischen Israel und den Palästinensern oberste Priorität genieße, so erklärte es Greenblatt gegenüber israelischen Medien.

Auch Masen Ghuneim, Leiter der palästinensischen Wasserbehörde, zeigt sich zuversichtlich. 10 Millionen der 33 Millionen Kubikmeter an Frischwasser sollen in den dicht besiedelten Gazastreifen gepumpt werden. Das Abkommen werde das Leiden der Palästinenser dort lindern, das durch den heißen Sommer und durch hausgemachte Versorgungskrisen vor allem im Gazastreifen zu einem Wassernotstand führte.

Das fließende Wasser wird zusätzlich über Generatoren zur Stromerzeugung genutzt. Der Strom wiederum treibt demnächst eine Meerwasserentsalzungsanlage in der jordanischen Hafenstadt Akaba an, die Trinkwasser in direkter Nachbarschaft zum israelischen Eilat produziert.

Letzte Änderung am Samstag, 15 Juli 2017 05:02
Artikel bewerten
(2 Stimmen)
Schlagwörter:

Ähnliche Artikel