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Nächster Salafisten-Skandal in Hessen:

Darmstadt 98-Profi Ben-Hatira wirbt für Islamisten

Freitag, 25 November 2016 19:45

Darmstadt - Hessen kommt nicht zur Ruhe: Erst findet die Hessen-Depesche heraus, dass ein Offenbacher Islamist, der die Behörden seit 10 Jahren auf Trab hält, immer noch nicht abgeschoben wird. Danach wird der Salafisten-Verein „Die wahre Religion“ verboten und die meisten Objektdurchsuchungen finden in Hessen statt. Und nun das: Ein Fußball-Profi des hessischen Traditionsvereins Darmstadt 98, der seit der letzten Saison in der 1. Bundesliga mitspielt und sich dort ziemlich gut schlägt, wirbt für „Ansaar International“, einen islamistischen Verein, den auch der Verfassungsschutz im Visier hat.

Nur zwei Tage nachdem „Die wahre Religion“ verboten wurde, zeigten die Salafisten von Ansaar International, dass sie sich nicht geschlagen geben: Sie meldeten kurzerhand einen Koranverteilungsstand in der Dortmunder Innenstadt an. Da der Verein nicht verboten ist, blieb der Ordnungsbehörde nichts anderes übrig, als dem Ansinnen stattzugeben. Auch in den nächsten Wochen sollen wieder Stände stattfinden – mitten in der Adventszeit und kurz nachdem das Vereinsverbot der „Lies!“-Salafisten durch die Medien ging eine offenkundige Provokation. 

Der Verein veranstaltet auch Koran-Verteilaktionen 

Nach außen hin gibt sich der Verein jedoch freundlich und vor allem auch offen für Andersgläubige. Dass es dabei nicht um Toleranz geht, sondern um Konvertierung von Ungläubigen und klassische „Dawa“, das heißt den Ruf zum Islam, liegt für Kenner der Szene jedoch auf der Hand: Es ist ein vergifteter Dialog. So wirbt der Verein etwa damit, in Ghana einen Brunnen gebaut zu haben, von dem auch Christen profitieren würden. 

Für derartige „Hilfsprojekte“ haben die Salafisten ein bekanntes Gesicht gewonnen: Der Profi-Fußballer Änis Ben-Hatira wirbt prominent auf der Homepage damit, mit einer monatlichen Spende 4300 Palästinenser mit Trinkwasser zu versorgen. „#Mashalla“ schreiben die ungewohnt lässigen und hippen Salafisten von Ansaar International dazu, die mit den Spendengeldern auch Moscheen bauen und mit „Hilfe für die Ummah“ werben. 

Ben-Hatira distanziert sich nicht 

Ben-Hatira will derweil nicht einmal auf Nachfrage von dem dubiosen Verein abrücken. Die Vereinsplattform SV98.de veröffentlichte statt einer distanzierenden Pressemitteilung sogar ein Interview, in dem der Sportverein völlig unkritisch Ben-Hatira sein Engagement verteidigen lässt. Jeder, der ihn kenne, wisse, dass er gläubig sei und danach lebe, so Ben-Hatira. Ein weiteres auffälliges Detail: Der Fußballprofi, der auch in Deutschland aufgewachsen ist, spielte über 20 Spiele für die Jugendmannschaft der Deutschen Fußballnationalmannschaft, um danach plötzlich für sein Herkunftsland Tunesien aufzulaufen. Ob der Grund dafür in einer Abwendung von den europäischen Gesellschaften liegt, bleibt jedenfalls reine Spekulation. 

Salafismus im Fußball ist jedenfalls europaweit ein Problem: Insbesondere in Frankreich fallen immer wieder Spieler und auch Fans durch Sympathien zum radikalen Islam auf. Gut möglich, dass dieser Trend langsam aber sicher auch nach Deutschland kommt.

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