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Wemding – Die betriebliche Altersversorgung (bAV) ist hierzulande eine der ältesten Formen der Altersabsicherung. Neben der gesetzlichen und der privaten Rente ist sie die dritte große Säule der Altersvorsorge. Bei ihr handelt es sich um eine Leistung des Arbeitgebers zur Alters-, Berufsunfähigkeits- oder Hinterbliebenenversorgung seiner Mitarbeiter. Es gibt insgesamt fünf Varianten der bAV, das heißt fünf verschiedene Durchführungswege, die staatlicherseits gefördert werden. Möglich ist sowohl eine vom Arbeitgeber allein finanzierte bAV als auch die Entgeltumwandlung des Arbeitnehmers. Bei der Gehaltsumwandlung zahlen Arbeitnehmer einen Teil ihres Bruttogehalts in einen bAV-Vertrag ein, der bei Renteneintritt wirksam wird und dazu beiträgt, den gewohnten Lebensstandard auch im Alter zu halten. Die bAV-Durchführungswege sind die Unterstützungskasse, die Direktversicherung, die Pensionskasse, der Pensionsfonds sowie die Direktzusage beziehungsweise Pensionszusage.

Wemding – Die Leistungen, die ein Arbeitgeber seinen Mitarbeitern zur Alters-, Invaliditäts- oder Hinterbliebenenversorgung gewährt, werden unter dem Oberbegriff der betrieblichen Altersversorgung (bAV) zusammengefasst. Seit 2002 hat jeder Arbeitnehmer hierzulande einen gesetzlichen Anspruch auf betriebliche Altersvorsorge durch Entgeltumwandlung. Damit ist gemeint, dass er Teile seines Gehaltes oder Sonderzahlungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld in bAV-Beiträge umwandeln kann, um sich für das Alter eine Zusatzrente aufzubauen. Diesen Anspruch auf Zusatzversorgung haben alle in der gesetzlichen Rentenversicherung Pflichtversicherten bis zur Höhe von acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze (West) der gesetzlichen Rentenversicherung. Arbeitnehmer müssen für ihr Einkommen bis zu einer bestimmten Höhe Beiträge an die gesetzliche Arbeitslosen-, Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung entrichten. Diese Einkommenshöhe ist die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) als Obergrenze des beitragspflichtigen Bruttoarbeitsentgeltes. Für das Jahr 2019 beträgt der BBG-Wert in der gesetzlichen Rentenversicherung 80.400 Euro in West- und 73.800 Euro in Ostdeutschland.