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Wemding – In Zeiten des vielbeklagten Fachkräftemangels müssen sich Arbeitgeber immer mehr Gedanken machen, wie sie gute Mitarbeiter halten und neue gewinnen können. Ein wesentliches Element der Mitarbeiterbindung und -gewinnung ist die Entgeltoptimierung, die eine Nettolohnoptimierung durch Arbeitgeberzuschüsse ist. Es gibt mehrere Möglichkeiten, Beschäftigten Geldzahlungen und Sachleistungen zu gewähren, die steuerfrei, steuerbegünstigt oder beitragsfrei in Bezug auf die Sozialversicherung sind. Dazu gehören vom Arbeitgeber ausgegebene Waren- oder Dienstleistungsgutscheine Dritter, Jobtickets für den ÖPNV, Tankgutscheine, Zeitungsabonnements, Abschlagszahlungen des Arbeitgebers an den Energieversorger des Arbeitnehmers und Formen der Mitarbeiterverpflegung.

Wemding – Die Leistungen, die ein Arbeitgeber seinen Mitarbeitern zur Alters-, Invaliditäts- oder Hinterbliebenenversorgung gewährt, werden unter dem Oberbegriff der betrieblichen Altersversorgung (bAV) zusammengefasst. Seit 2002 hat jeder Arbeitnehmer hierzulande einen gesetzlichen Anspruch auf betriebliche Altersvorsorge durch Entgeltumwandlung. Damit ist gemeint, dass er Teile seines Gehaltes oder Sonderzahlungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld in bAV-Beiträge umwandeln kann, um sich für das Alter eine Zusatzrente aufzubauen. Diesen Anspruch auf Zusatzversorgung haben alle in der gesetzlichen Rentenversicherung Pflichtversicherten bis zur Höhe von acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze (West) der gesetzlichen Rentenversicherung. Arbeitnehmer müssen für ihr Einkommen bis zu einer bestimmten Höhe Beiträge an die gesetzliche Arbeitslosen-, Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung entrichten. Diese Einkommenshöhe ist die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) als Obergrenze des beitragspflichtigen Bruttoarbeitsentgeltes. Für das Jahr 2019 beträgt der BBG-Wert in der gesetzlichen Rentenversicherung 80.400 Euro in West- und 73.800 Euro in Ostdeutschland.