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Wemding – Die Zahl der armutsgefährdeten deutschen Rentner und Pensionäre ist in den letzten Jahren massiv angestiegen. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes, die erst Anfang dieses Jahres bekannt wurden, waren 2010 „nur“ 14 Prozent von ihnen durch Armut gefährdet. 2017 lag ihr Anteil schon bei 18,7 Prozent. Damit ist in keiner armutsbetroffenen Bevölkerungsgruppe der Zuwachs so groß wie bei den Rentnern. Inzwischen müssen 2,4 Millionen Menschen, die mindestens 40 Jahre lang in die deutsche Rentenkasse eingezahlt haben, mit einer Monatsrente von weniger als 1.000 Euro auskommen. Damit ist jeder dritte Rentner trotz lebenslanger Einzahlungen gezwungen, mit einem mageren dreistelligen Betrag auszukommen. Das geht aus der aktuellen Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine parlamentarische Anfrage hervor. Besonders gravierend ist die Rentenlage in den neuen Bundesländern. „Die Zahlen zeigen, dass es in Deutschland viele Senioren gibt, die mit sehr wenig Geld auskommen müssen“, kommentierte Sachsen-Anhalts Sozialstaatssekretärin Beate Bröcker die Daten. In den neuen Ländern komme erschwerend hinzu, dass bei vielen Menschen die Rente die Haupt-Einkommensquelle sei und viele Rentner keine Zusatzeinkünfte aus Mieten oder Betriebsrenten hätten.

Wemding – Die betriebliche Altersversorgung (bAV) ist hierzulande eine der ältesten Formen der Altersabsicherung. Neben der gesetzlichen und der privaten Rente ist sie die dritte große Säule der Altersvorsorge. Bei ihr handelt es sich um eine Leistung des Arbeitgebers zur Alters-, Berufsunfähigkeits- oder Hinterbliebenenversorgung seiner Mitarbeiter. Es gibt insgesamt fünf Varianten der bAV, das heißt fünf verschiedene Durchführungswege, die staatlicherseits gefördert werden. Möglich ist sowohl eine vom Arbeitgeber allein finanzierte bAV als auch die Entgeltumwandlung des Arbeitnehmers. Bei der Gehaltsumwandlung zahlen Arbeitnehmer einen Teil ihres Bruttogehalts in einen bAV-Vertrag ein, der bei Renteneintritt wirksam wird und dazu beiträgt, den gewohnten Lebensstandard auch im Alter zu halten. Die bAV-Durchführungswege sind die Unterstützungskasse, die Direktversicherung, die Pensionskasse, der Pensionsfonds sowie die Direktzusage beziehungsweise Pensionszusage.