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Dubai – Unter einer „Projektfinanzierung“ wird eine spezielle Form der Darlehensgewährung verstanden, bei der ein erfolgsträchtiges, meist zeitlich begrenztes und großvolumiges Investitionsvorhaben ohne Einschaltung der klassischen Geschäftsbanken realisiert wird. Die Finanzierung fußt auf der erwarteten Projektwirtschaftlichkeit, das heißt, welchen Ertrag (Cash Flow) das Projekt zu erzielen verspricht. Bei dieser Cash-Flow-orientierten Kreditvergabe achten die Geldgeber im wohlverstandenen Eigeninteresse auf die vereinbarungsgemäße Umsetzung des Projektes. Um das Fertigstellungsrisiko zu reduzieren, werden Projektfinanzierungen auf unterschiedliche Weise besichert. Aufgrund fehlender dinglicher Sicherheiten werden den Kreditgebern besondere Rechte eingeräumt, etwa Eintrittsrechte in Verträge, Mitwirkungsrechte in der Geschäftsführung und die Überwachung der Leistungen der Projektgesellschaft.

Dubai – Im Februar 2017 beschäftigte sich die „Allgemeine Bauzeitung“ (ABZ) mit dem boomenden Immobilienmarkt in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und den sich daraus ergebenden Chancen für Projektfinanzierer. In dem faktenreichen Artikel hieß es: „Die Metropolen der Golfregion Dubai, Abu-Dhabi oder Katar gehören zu den wirtschaftlich wie auch politisch stabilen VAE-Staaten. Sie stellen in der direkten Nachbarschaft zu Saudi-Arabien, dem Iran und manch anderen krisengeschüttelten Ländern eine Insel der Prosperität dar, ohne dabei in Glaubens- oder gar kriegerische Konflikte verstrickt zu sein. Diese Sicherheit und Stabilität honoriert die Wirtschaft mit entsprechendem Wachstum.“ Der Autor zählt zu den großen „baulichen Themen“ neben den schlagzeilendominierenden Prestigeobjekten den „bezahlbaren Wohnungsbau, den beständigen Ausbau der Infrastruktur“ inklusive moderner Massentransportsysteme und „einen alle Baumaßnahmen durchdringenden Willen zur Nachhaltigkeit“. Statt leerstehender Spekulationsobjekte würden in den VAE immer häufiger belebte Wohnquartiere für Normalverdiener entstehen.

Dubai – Die MENA-Region umfasst die Länder zwischen Marokko und dem Iran mit 420 Millionen Menschen und einem jährlichen Bruttoinlandsprodukt von 2,8 Billionen Euro. Das Wort „MENA“ ist ein Akronym und bezeichnet die nordafrikanischen Staaten sowie den Nahen und Mittleren Osten (Middle East & North Africa). Neben Krisenstaaten wie Libyen und Syrien gehören zur MENA-Gruppe die Tourismusländer Tunesien und Ägypten und wohlhabende Golfstaaten wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate.