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London – „Corona“ hat die Realwirtschaft fest im Griff und sorgt reihenweise für Unternehmenspleiten, Entlassungen, gestoppte Investitionen, brüchige Lieferketten und wegbrechende Exportmärkte. Planlos agierende Politiker haben nicht nur die deutsche Wirtschaft in ein Wachkoma versetzt, dessen ökonomische Langzeitfolgen noch gar nicht absehbar sind. Volkswirtschaftler rechnen damit, dass der Corona-Krise eine weitere Euro-Krise folgen wird. Je heftiger die Rezession verläuft, desto schwerwiegender sind die Auswirkungen auf die ohnehin schon hochverschuldeten Südländer der Europäischen Union. In Italien, Spanien und Frankreich explodieren schon jetzt die öffentlichen Verbindlichkeiten durch die schuldenfinanzierten Anti-Corona-Maßnahmen. Kann die Wirtschaftsleistung in diesen Ländern nicht schnell wieder hochgefahren werden, gefährdet die Staatsschuldenkrise die weitere Existenz der Gemeinschaftswährung Euro.

Frankfurt am Main - Der mutmaßliche Mörder Hussein K. der Freiburger Studentin Maria L. konnte unbemerkt nach Deutschland einreisen und  Asyl beantragen, offensichtlich durch einen fatalen Fehler der griechischen Behörden. In Griechenland soll Hussein K. bereits wegen versuchten Mordes verurteilt worden sein.  Die griechischen Behörden hätten es unterlassen Hussein K. trotz Verstößen gegen Bewährungs- und Meldeauflagen international per Fahndung auszuschreiben oder einen Hinweis an Interpol zu geben.

Berlin - Angela Merkel würde, wie so mancher, gerne die Zeit zurückdrehen. Nach Albert Einsteins Theorie wäre eine Zeitreise durch ein „Wurmloch“ in die Vergangenheit durchaus möglich. Aber nach der „Everettschen Vielwelten-Theorie“ würde Merkel dann, falls sie etwas verändern wollte, in einer Parallelwelt landen und auch in eine Parallelwelt zurückkehren. Die Vorstellung, sie könne hier auf dieser Welt noch was verändern, scheidet damit aus.

London - Das Vereinigte Königreich entscheidet sich für den Brexit. Ein Sieg für die Demokratie! Die Argumente der Befürworter und Gegner lassen sich auf Demokratie versus Kapitalismus fokussieren. Brexit Gegner stützen ihre Haltung vorwiegend auf wirtschaftliche Gründe. Vom Binnenmarkt profitieren vorwiegend Großunternehmen. So befürworten laut einer Bertelsmann Studie 80% der Mitglieder im britischen Industrieverband CBI den Verbleib in der EU, hingegen nur 47% der Mitglieder im Kleinunternehmerverband FSB.

Wiesbaden – Die deutschen Exporte nach Griechenland sind im Zuge der Eurokrise spürbar zurückgegangen. Wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte, erreichte der Wert der Ausfuhren aus Deutschland in das Land an der Ägäis 2013 einen Tiefstand von 4,7 Milliarden Euro. Der Exportwert fiel damit 41 Prozent niedriger aus als noch im Jahr 2008, wo mit 8,0 Milliarden Euro der bisherige Höchstwert erreicht wurde. 2014 gab es nach den Berechnungen der Wiesbadener Statistiker wieder einen leichten Anstieg der Ausfuhrwerte, die jedoch mit 5,0 Milliarden Euro auf dem Niveau verblieben, das vor 2001 bestand.