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Berlin – An neuen Produkt- und Geschäftsideen herrscht in Deutschland kein Mangel. Das Grundproblem, das längst die Innovationskraft des Wirtschaftsstandortes gefährdet, ist das fehlende Kapital zur Umsetzung vieler wegweisender Ideen. Wegen chronischer Unterfinanzierung wandern viele Start-ups ins Ausland ab oder werden von Deutschen gleich dort gegründet – zum Beispiel in den USA, wo innovative Start-ups mit massiver Unterstützung von Geldgebern rechnen können. Im Silicon Valley erreichen Start-up-Finanzierungsrunden regelmäßig Höhen von umgerechnet 50 bis 100 Millionen Euro. In Deutschland hingegen können mutige Unternehmensgründer von Kapitalgebern selten mehr als fünf Millionen Euro einsammeln. Laut einer Studie von KPMG und Pitchbook wurde 2018 weltweit mit 250 Milliarden US-Dollar so viel Geld wie noch nie investiert, nach Deutschland flossen davon aber nur 4,6 Milliarden Euro.

Dubai – Unter einer „Projektfinanzierung“ wird eine spezielle Form der Darlehensgewährung verstanden, bei der ein erfolgsträchtiges, meist zeitlich begrenztes und großvolumiges Investitionsvorhaben ohne Einschaltung der klassischen Geschäftsbanken realisiert wird. Die Finanzierung fußt auf der erwarteten Projektwirtschaftlichkeit, das heißt, welchen Ertrag (Cash Flow) das Projekt zu erzielen verspricht. Bei dieser Cash-Flow-orientierten Kreditvergabe achten die Geldgeber im wohlverstandenen Eigeninteresse auf die vereinbarungsgemäße Umsetzung des Projektes. Um das Fertigstellungsrisiko zu reduzieren, werden Projektfinanzierungen auf unterschiedliche Weise besichert. Aufgrund fehlender dinglicher Sicherheiten werden den Kreditgebern besondere Rechte eingeräumt, etwa Eintrittsrechte in Verträge, Mitwirkungsrechte in der Geschäftsführung und die Überwachung der Leistungen der Projektgesellschaft.