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London – „Corona“ hat die Realwirtschaft fest im Griff und sorgt reihenweise für Unternehmenspleiten, Entlassungen, gestoppte Investitionen, brüchige Lieferketten und wegbrechende Exportmärkte. Planlos agierende Politiker haben nicht nur die deutsche Wirtschaft in ein Wachkoma versetzt, dessen ökonomische Langzeitfolgen noch gar nicht absehbar sind. Volkswirtschaftler rechnen damit, dass der Corona-Krise eine weitere Euro-Krise folgen wird. Je heftiger die Rezession verläuft, desto schwerwiegender sind die Auswirkungen auf die ohnehin schon hochverschuldeten Südländer der Europäischen Union. In Italien, Spanien und Frankreich explodieren schon jetzt die öffentlichen Verbindlichkeiten durch die schuldenfinanzierten Anti-Corona-Maßnahmen. Kann die Wirtschaftsleistung in diesen Ländern nicht schnell wieder hochgefahren werden, gefährdet die Staatsschuldenkrise die weitere Existenz der Gemeinschaftswährung Euro.

London – Wer früh auf die digitale Leitwährung Bitcoin (BTC) setzte, dürfte das Geschäft seines Lebens gemacht oder zumindest gutes Geld verdient haben. Die Kursverläufe sprechen eine klare Sprache. Es war die goldene Zeit, als sich der Bitcoin-Kurs nahezu vertausendfachte. Der erste Wechselkurs lag im Oktober 2010 bei nur 0,08 US-Dollar und wurde auf Grundlage der Produktionskosten für das Mining kalkuliert. Mit einem US-Dollar hätten man damals also rund 1.300 Bitcoins kaufen können. Im Jahr 2017 überschritt Bitcoin die magische Marke von 10.000 US-Dollar. Wer 2010 knapp 1.300 Bitcoins für einen einzigen US-Dollar gekauft hatte, konnte diese Bitcoins im November 2017 für insgesamt 13 Millionen US-Dollar verkaufen.

Berlin – An neuen Produkt- und Geschäftsideen herrscht in Deutschland kein Mangel. Das Grundproblem, das längst die Innovationskraft des Wirtschaftsstandortes gefährdet, ist das fehlende Kapital zur Umsetzung vieler wegweisender Ideen. Wegen chronischer Unterfinanzierung wandern viele Start-ups ins Ausland ab oder werden von Deutschen gleich dort gegründet – zum Beispiel in den USA, wo innovative Start-ups mit massiver Unterstützung von Geldgebern rechnen können. Im Silicon Valley erreichen Start-up-Finanzierungsrunden regelmäßig Höhen von umgerechnet 50 bis 100 Millionen Euro. In Deutschland hingegen können mutige Unternehmensgründer von Kapitalgebern selten mehr als fünf Millionen Euro einsammeln. Laut einer Studie von KPMG und Pitchbook wurde 2018 weltweit mit 250 Milliarden US-Dollar so viel Geld wie noch nie investiert, nach Deutschland flossen davon aber nur 4,6 Milliarden Euro.