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München – Durch die Niedrigzinspolitik der letzten Jahre, die traditionelle Anlageformate sprichwörtlich entwertet, hat sich das Investitionsverhalten von Family Offices, vermögenden Privatpersonen und institutionellen Investoren nachhaltig verändert. Um überhaupt noch Renditen zu erzielen, richten sie ihre Blicke immer stärker auf Sachwerte-Investments wie Immobilien. Auch deshalb nimmt die Zahl der sogenannten Club-Deals zu, bei denen institutionelle Investoren partnerschaftlich ein bestimmtes Projekt realisieren. Club-Deal-Strukturen erlauben eine Verteilung des Risikos auf mehrere Investoren, die gleichzeitig relativ große Möglichkeiten der Einflussnahme haben. Bei einem Club-Deal kooperieren mehrere Investoren, die zusammen ein zeitlich befristetes Projekt umsetzen und dabei auf externe „Arrangeure“ verzichten. Die Parteien vereinbaren alle investitionsrelevanten Details und treffen die wichtigen Entscheidungen gemeinsam. Bei einem Club-Deal handelt es sich somit um ein echtes unternehmerisches Immobilieninvestment, bei dem die Beteiligten aktiv mitwirken. Damit unterscheiden sich Club-Deals ganz wesentlich von Immobilienfondsprodukten, die von einem Fondsmanager verwaltet werden und bei denen die Anleger nur eine passive Rolle spielen.