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Berlin – An neuen Produkt- und Geschäftsideen herrscht in Deutschland kein Mangel. Das Grundproblem, das längst die Innovationskraft des Wirtschaftsstandortes gefährdet, ist das fehlende Kapital zur Umsetzung vieler wegweisender Ideen. Wegen chronischer Unterfinanzierung wandern viele Start-ups ins Ausland ab oder werden von Deutschen gleich dort gegründet – zum Beispiel in den USA, wo innovative Start-ups mit massiver Unterstützung von Geldgebern rechnen können. Im Silicon Valley erreichen Start-up-Finanzierungsrunden regelmäßig Höhen von umgerechnet 50 bis 100 Millionen Euro. In Deutschland hingegen können mutige Unternehmensgründer von Kapitalgebern selten mehr als fünf Millionen Euro einsammeln. Laut einer Studie von KPMG und Pitchbook wurde 2018 weltweit mit 250 Milliarden US-Dollar so viel Geld wie noch nie investiert, nach Deutschland flossen davon aber nur 4,6 Milliarden Euro.

Dubai – Im Februar 2017 beschäftigte sich die „Allgemeine Bauzeitung“ (ABZ) mit dem boomenden Immobilienmarkt in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und den sich daraus ergebenden Chancen für Projektfinanzierer. In dem faktenreichen Artikel hieß es: „Die Metropolen der Golfregion Dubai, Abu-Dhabi oder Katar gehören zu den wirtschaftlich wie auch politisch stabilen VAE-Staaten. Sie stellen in der direkten Nachbarschaft zu Saudi-Arabien, dem Iran und manch anderen krisengeschüttelten Ländern eine Insel der Prosperität dar, ohne dabei in Glaubens- oder gar kriegerische Konflikte verstrickt zu sein. Diese Sicherheit und Stabilität honoriert die Wirtschaft mit entsprechendem Wachstum.“ Der Autor zählt zu den großen „baulichen Themen“ neben den schlagzeilendominierenden Prestigeobjekten den „bezahlbaren Wohnungsbau, den beständigen Ausbau der Infrastruktur“ inklusive moderner Massentransportsysteme und „einen alle Baumaßnahmen durchdringenden Willen zur Nachhaltigkeit“. Statt leerstehender Spekulationsobjekte würden in den VAE immer häufiger belebte Wohnquartiere für Normalverdiener entstehen.

Dubai – Die MENA-Region umfasst die Länder zwischen Marokko und dem Iran mit 420 Millionen Menschen und einem jährlichen Bruttoinlandsprodukt von 2,8 Billionen Euro. Das Wort „MENA“ ist ein Akronym und bezeichnet die nordafrikanischen Staaten sowie den Nahen und Mittleren Osten (Middle East & North Africa). Neben Krisenstaaten wie Libyen und Syrien gehören zur MENA-Gruppe die Tourismusländer Tunesien und Ägypten und wohlhabende Golfstaaten wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate.