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Berlin – An neuen Produkt- und Geschäftsideen herrscht in Deutschland kein Mangel. Das Grundproblem, das längst die Innovationskraft des Wirtschaftsstandortes gefährdet, ist das fehlende Kapital zur Umsetzung vieler wegweisender Ideen. Wegen chronischer Unterfinanzierung wandern viele Start-ups ins Ausland ab oder werden von Deutschen gleich dort gegründet – zum Beispiel in den USA, wo innovative Start-ups mit massiver Unterstützung von Geldgebern rechnen können. Im Silicon Valley erreichen Start-up-Finanzierungsrunden regelmäßig Höhen von umgerechnet 50 bis 100 Millionen Euro. In Deutschland hingegen können mutige Unternehmensgründer von Kapitalgebern selten mehr als fünf Millionen Euro einsammeln. Laut einer Studie von KPMG und Pitchbook wurde 2018 weltweit mit 250 Milliarden US-Dollar so viel Geld wie noch nie investiert, nach Deutschland flossen davon aber nur 4,6 Milliarden Euro.

München – Vor knapp zwei Jahren wurden die MEP Werke und Strasser Capital mit dem Finance for the Future Award in der Kategorie „Start-up and growing enterprises“ ausgezeichnet. In Kooperation mit der angesehenen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte verliehen das Institute of Chartered Accountants in England and Wales (ICAEW) und das Prince‘s Accounting for Sustainability Project (A4S) den Preis erneut an Unternehmen, bei denen innovative Finanzierungsinstrumente eine tragende Rolle bei umweltdienlichen Geschäftsmodellen spielen. 2017 gingen über 50 Bewerbungen aus zwölf Ländern bei den Ausrichtern des Finance for the Future Awards ein. Nach einem mehrstufigen Bewertungsprozess wurden die Gewinner im Rahmen einer feierlichen Gala in der Londoner Plaisterer’s Hall gekürt.

Hamburg – In der innovativen Sparte digitaler Immobilieninvestments eilt die von Simon Brunke, Björn Maronde, Julian Oertzen und Tim Bütecke gegründete Exporo AG von Erfolg zu Erfolg. Über ihre Ende 2014 an den Start gegangene Crowdinvesting-Plattform wurden bis jetzt 196 Immobilienprojekte finanziert und dafür fast 430 Millionen Euro Kapital vermittelt. Nach eigenen Angaben sind an die Investoren schon rund 140 Millionen Euro zurückgezahlt worden.