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Berlin - Die Frage nach der CDU-Kanzlerkandidatur wird auch eine Richtungsentscheidung: Will die Union sich vor allem um das Zurückgewinnen von AfD-Wählern bemühen oder will sie hingegen die bei um 20 Prozentpunkten liegenden Grünen wieder auf Maß zurückstutzen? Offensichtlich ist, dass es schwierig werden dürfte, beide Wählergruppen gleichzeitig anzusprechen. Wer sich auf AfD-Wähler fokussieren möchte, akzeptiert dass die Grünen die SPD auf Dauer als stärkste Oppositionskraft ablösen und zum Hauptgegner in der K-Frage werden. Wer hingegen Grünen-Wähler ins Visier nimmt, wird den Exodus der Konservativen hin zur AfD im Zweifel noch verstärken und endgültig das Ziel aus den Augen verlieren, die AfD langfristig wieder aus den Parlamenten zu vertreiben.

Berlin - Lobbypolitik für Schwule und Lesben ist längst nicht nur das Leib- und Magenthema der Grünen. Auch CDU und SPD scheint es ein immer größeres Anliegen zu sein, homosexuelle Lebenspartnerschaften mit der traditionellen Ehe gleichzusetzen. Bereits im Koalitionsvertrag verständigte man sich auf Vereinheitlichungen, konnte sich aber noch nicht auf die vollständige Gleichstellung der eingetragenen Lebenspartnerschaften mit der Ehe einigen. Das scheint jetzt nur noch eine Frage der Zeit zu sein.