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Homburg - Herbe Kritik äußert die AfD Saarland an den Rahmenbedingungen für die Bürger in Deutschlands kleinstem Flächenland. Schon wieder seien Negativrekorde im Saarland anzukreiden. „Geringste Lebenserwartung, höchste Krebsrate und dann werden viele alte Menschen im Saarland auch noch zum Sozialfall“, hält die von Josef Dörr und Rudolf Müller geführte AfD Saar fest.

Saarbrücken - Bei der saarländischen AfD hatte man sich sicherlich noch etwas mehr als 6,2 Prozent erhofft. Landesvorsitzender Josef Dörr hatte sich im Vorfeld sogar ein zweistelliges Ergebnis gewünscht. Doch das Hauptziel haben die Rechtsdemokraten erreicht: Den Einzug in den elften Landtag und den fünften in Westdeutschland.

Saarbrücken - Der saarländische Landesverband der Alternative für Deutschland hat innerparteilich einen schweren Stand: In seltener Einigkeit hatten Frauke Petry und Jörg Meuthen versucht, den Landesverband aufzulösen. Zwei Vorstandsmitgliedern der Saar-AfD war vorgeworfen worden, Kontakte zu einem Verein unterhalten zu haben, der wiederum einzelne rechtsextreme Mitglieder habe. Doch vor kurzem entschied das Bundesschiedsgericht, dass in Anbetracht der im Raum stehenden Vorwürfe und konkreten Verantwortlichkeiten dieser Schritt unverhältnismäßig wäre.

Saarbrücken – Mehrere führende Mitglieder der saarländischen AfD haben aus Protest gegen die Wahl von Josef Dörr zum neuen Landesvorsitzenden ihre Parteiämter niedergelegt. Der bisherige Landeschef Johannes Trampert, der Dörr auf dem Parteitag am 26. April unterlegen war, erklärte sogar seinen Austritt aus der Partei. Gegenüber der „Saarbrücker Zeitung“ beklagte der ehemalige Schatzmeister Roland Wark „einen ganz klaren Rechtsruck“ bei den Vorstandswahlen. Er habe den Parteitag wegen angeblicher Formfehler angefochten und will erreichen, dass Dörr, der 28 Jahre Mitglied bei den Grünen war, bald wieder abgewählt wird.