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Frankfurt am Main - Immer wieder liegt die AfD mit Bürgermeistern im Clinch, weil diese ihre Ablehnung der Partei deutlich zum Ausdruck bringen. Für die AfD verletzt diese Parteinahme die Neutralitätspflichten, die einem Bürgermeister als Exekutivorgan obliegen. Zuletzt gab es Ende Juni in Wiesbaden einen Disput zwischen der dortigen AfD-Stadtratsfraktion um Dr. Eckhard Müller und dem Oberbürgermeister Sven Gerich (SPD) (Hessen Depesche berichtete: https://www.hessen-depesche.de/regional/rheingau-und-wiesbaden/wiesbaden-afd-stadtratsfraktion-kritisiert-ob-sven-gerich-spd-wegen-regenbogenfahne.html). Letzterer hatte anlässlich der umstrittenen „Demo für alle“ auf dem Rathaus die Regenbogenfahne hissen lassen und dadurch die Gegendemonstration unterstützt.

San Francisco – Die US-amerikanische Luxushotelkette Hyatt wurde zum zweiten Mal in Folge von dem in San Francisco ansässigen Forschungs- und Beratungsinstitut „Great Place to Work“ auf die Liste der 100 besten Arbeitgeber Europas gesetzt. Mit dem Ranking „Europe’s Best Multinational Workplaces 2016“ zeichnet „Great Place to Work“ internationale Unternehmen aus, die attraktive Arbeitsbedingungen bieten und einen vernünftigen Umgang mit ihren Mitarbeitern pflegen. Als Voraussetzung müssen sie davor in mindestens drei Ländern Europas unter den besten Arbeitgebern gelistet worden sein. In der diesjährigen Rangliste kamen die Hyatt Hotels & Resorts in Deutschland auf Platz drei, in Großbritannien auf Platz sechs und in Frankreich auf den 16. Platz.

Köln – Die Deutsche Lufthansa AG und die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) haben in dieser Woche die Schichtungsempfehlung des ehemaligen brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck (SPD) angenommen. Zuvor hatten die Tarifpartner knapp ein halbes Jahr über alle offenen Tarifverträge sowie zahlreiche weitere Punkte verhandelt. Mit der nun gefundenen Einigung kann sowohl die Konzernleitung als auch die Gewerkschaft gut leben.

Köln – Vor dem Hintergrund der wachsenden Konkurrenz durch Billigairlines und den Pilotenstreiks sieht Lufthansa-Vorstandschef Carsten Spohr sein Unternehmen „an einem Wendepunkt“ angelangt, der „eine unternehmenshistorische Dimension“ habe. Im Gespräch mit dem Hamburger Wirtschaftsmagazin „Bilanz“ des Axel-Springer-Verlags sagte Spohr, das Jahr 2015 sei „mit Abstand das emotional schwierigste Jahr in der Geschichte des Unternehmens“ gewesen. Der Absturz der Germanwings-Maschine sowie die Tarifkonflikte hätten die „Lufthansa-Familie an den Rand dessen geführt, was man ertragen kann“.

Köln - Exakt 8.131.285.001,97 Euro an Rundfunkbeiträgen hat der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio 2015 eingenommen - knapp 2 Mio Euro weniger als 2014. 5,76 Mrd Euro davon fließen an die ARD, das ZDF bekommt etwa 2 Mrd Euro. Das ist vergleichsweise eine üppige finanzielle Ausstattung, da private Wettbewerber wie beispielsweise RTL mit weit weniger auskommen.

Budapest – Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán hat die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung erneut scharf kritisiert. „Wer sich massenhaft nicht-registrierte Zuwanderer aus Nahost ins Land holt, importiert auch Terrorismus, Kriminalität, Antisemitismus und Homophobie“, warnte der ungarische Regierungschef. Mit Blick auf die massenhaften sexuellen Übergriffe der Silvesternacht in Deutschland fügte Orbán, der selbst vier Töchter hat, hinzu, er möchte nicht, „dass meine Kinder in einer Welt aufwachsen, in der Köln passieren kann“. In Ungarn gebe es „keine Ghettos und keine No-Go-Areas, keine Szenen wie zu Silvester in Köln“.