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Rom - Das Verfassungsreferendum in Italien hat Matteo Renzi verloren und ist konsequenterweise zurückgetreten. Wenn auch Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble in dem verlorenen Verfassungsreferendum keine Gefahr für den Bestand des Euro fürchtet, so scheint diese Haltung die typische Verfahrensweise der etablierten Parteien zu sein. Jegliches Lüftchen der Angst oder jegliches Bedenken, dass der Euro in Gefahr sein könnte, wird von vornherein ausgeschlossen. Keine Krise in Sicht!?

Wien/Bozen – Der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll, hat sich erfreut darüber gezeigt, dass den Parlamentariern des österreichischen Nationalrats am vergangenen Mittwoch bei einer Anhörung zu den Folgen der geplanten italienischen Verfassungsreform für Südtirol vermittelt werden konnte, dass nur ein klares Nein vor einer Beschneidung der Autonomie schütze.

Frankfurt am Main - Die US-Justizbehörden fordern von der Deutschen Bank AG wegen Devisenvergehen 16 Milliarden an Strafzahlungen. "Ein viel zu hoher Betrag", wie die Deutsche Bank meint, im Vergleich zu den bisherigen Strafzahlungen anderer Großbanken mit vergleichbarem Vergehen. Der Betrag würde auch die Möglichkeiten der Deutschen Bank übersteigen und wäre ohne Kapitalerhöhung für die Frankfurter kaum zu stemmen.

Verona - Folgt auf den Brexit nun der Italexit? Die Bankenkrise in Italien könnte Premier Matteo Renzi aus dem Amt drängen und der Austritt Italiens aus der EU wäre wahrscheinlich. Die von dem ehemaligen Star-Komiker Beppe Grillo gegründete „Movimento Cinque stelle" (Fünf-Sterne-Bewegung) nimmt in Italien den Platz eines ernsthaften Konkurrenten gegenüber der PD (Partito Democratico) mit ihrem Vorsitzenden Matteo Renzi ein.

Rom - Deutsche Politiker erfüllt der Putschversuch in der Türkei mit Sorge. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) braucht den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zur Bewältigung ihrer Flüchtlingspolitik. Doch Erdogan zürnt der EU. Wird Erdogan die Schleusen für Flüchtlinge wieder öffnen? Bleibt Erdogan ein verlässlicher Partner der Nato? Besteht Erdogan auf die Einführung der Visafreiheit?

München - In einer gemeinsamen Erklärung sehen sich die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, der Präsident der Französischen Republik und der Ministerpräsident der Italienischen Republik genötigt nach dem Brexit “ein starkes Bekenntnis zur Europäischen Einigung" abzugeben. Für ein „vertieftes gemeinsames Handeln“ geben Angela Merkel, François Hollande, und Matteo Renzi die drei prioritären Bereiche vor: „Innere und äußere Sicherheit, starke Wirtschaft und starker sozialer Zusammenhalt“ und „ambitionierte Programme für die Jugend“.

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