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Frankfurt am Main – Der frühere Möbelhaus- und Glücksspielunternehmer Jürgen Wagentrotz sorgte jüngst für eine Überraschung, als er seinen Rückzug von der Unternehmensspitze der Oil & Gas Invest AG (OGI AG) erklärte und den Staffelstab an den vormaligen Aufsichtsratschef Günter Döring übergab. Kurz zuvor hatte die Aktionärsversammlung Wagentrotz noch einstimmig das Vertrauen ausgesprochen. Was bewog den umtriebigen Selfmade-Millionär, über den Brancheninsider leicht spöttisch bemerkten, er wolle mit der OGI AG „auf seine alten Tage nochmal J.R. Ewing spielen“, zu diesem Schritt?

Kempten – Es ist gerade mal ein Jahr her, da nahm die bekannte Anlegerseite „finanzen.net“ die Allgäuer Maritim Vertriebs GmbH aufs Korn. Damals ging es um eine Offshore-Anleihe (ISIN: DE000A1MLY97), die das Unternehmen im Mai 2012 mit einem Volumen von bis zu 25 Millionen Euro emittiert hatte. Bei einer Laufzeit bis 30.11.2014 versprach die Maritim bei einem damaligen BB+ Rating (Creditreform) eine Rendite von 8,25 % p.a., wobei der Emissionserlös hauptsächlich in Vorzugskapitalia von sechs Einschiffsgesellschaften, die Ankerziehschlepper (AHT) – Spezialschiffe, die für den Bau von Offshore-Plattformen zur Förderung von Öl und Gas benötigt werden – bereitstellen.

Frankfurt am Main – Die Oil & Gas Invest AG, kurz OGI AG, ist eine deutsche Explorationsgesellschaft, die über ihre Tochtergesellschaft in den USA Öl- und Gasfelder in Nordamerika akquiriert und mit der Förderung und dem Verkauf der Rohstoffe an die verarbeitende Industrie befasst ist. Nach eigenen Angaben engagiert sich das Frankfurter Unternehmen (Eigenkapital: ca. 26 Millionen Euro) derzeit in den öl- und gasreichen US-Bundesstaaten Alabama, Mississippi, Kentucky und Tennessee, wobei die Erschließung und Exploration der Felder durch Kapitalanlagen der OGI-Anleger realisiert wird.