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Wien - Bei der Neuwahl des österreichischen Bundespräsidenten haben die Wähler im Zeichen der Asyl-Krise für ein politisches Erdbeben gesorgt und die Parteienlandschaft gründlich umgepflügt. Norbert Hofer, der Kandidat der von deutschen Medien als „rechtspopulistisch“ etikettierten FPÖ, erhielt im ersten Wahlgang nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis 35,3 Prozent der Stimmen. Damit erzielte die FPÖ unter der Führung von Parteichef Heinz-Christian Strache ihr historisch bestes Ergebnis bei einer landesweiten Abstimmung. Ihr bisheriges Rekordergebnis bekam die FPÖ mit 27,53 Prozent bei der Europawahl 1996.

Saarbrücken – Mehrere führende Mitglieder der saarländischen AfD haben aus Protest gegen die Wahl von Josef Dörr zum neuen Landesvorsitzenden ihre Parteiämter niedergelegt. Der bisherige Landeschef Johannes Trampert, der Dörr auf dem Parteitag am 26. April unterlegen war, erklärte sogar seinen Austritt aus der Partei. Gegenüber der „Saarbrücker Zeitung“ beklagte der ehemalige Schatzmeister Roland Wark „einen ganz klaren Rechtsruck“ bei den Vorstandswahlen. Er habe den Parteitag wegen angeblicher Formfehler angefochten und will erreichen, dass Dörr, der 28 Jahre Mitglied bei den Grünen war, bald wieder abgewählt wird.