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München – Viele sogenannte Millennials müssen sich Sorgen machen, als Rentner in Armut zu leben. „Millennial“ ist die Bezeichnung für die in den Jahren vor der Jahrtausendwende geborene Generation. Meist werden die Jahrgänge zwischen 1980 bis 2000 dazu gezählt.Millennials gelten in der Regel als internetaffin, bildungsbegeistert und leistungsorientiert. Gleichzeitig legen sie gesteigerten Wert auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Erfolg und Selbstverwirklichung, Arbeit und Freizeit. Die Millennials haben deshalb oft höhere Ansprüche an Arbeitgeber als die Vorgängergenerationen. Ihr Problem ist, dass sie trotz ihrer meist hohen Qualifikation auf eine Arbeitswelt stoßen, die sie später einmal in die Altersarmut entlassen wird. Diese Generation hat nämlich kaum noch die Chance, durch eine gut bezahlte Dauerbeschäftigung die Ansprüche im staatlichen Rentensystem zu erwerben, die nötig sind, um von der gesetzlichen Rente halbwegs sorgenfrei leben zu können. Die Erwerbsbiografien sind aufgrund der Flexibilitätsanforderungen des Arbeitsmarktes immer brüchiger und prekärer geworden. Die gesetzliche Rente wird für die Millennials zur Sicherung ihres gewohnten Lebensstandards im Alter nicht mehr ausreichen. Private Vorsorge wird deshalb immer wichtiger.

Wemding – Die betriebliche Altersversorgung (bAV) ist hierzulande eine der ältesten Formen der Altersabsicherung. Neben der gesetzlichen und der privaten Rente ist sie die dritte große Säule der Altersvorsorge. Bei ihr handelt es sich um eine Leistung des Arbeitgebers zur Alters-, Berufsunfähigkeits- oder Hinterbliebenenversorgung seiner Mitarbeiter. Es gibt insgesamt fünf Varianten der bAV, das heißt fünf verschiedene Durchführungswege, die staatlicherseits gefördert werden. Möglich ist sowohl eine vom Arbeitgeber allein finanzierte bAV als auch die Entgeltumwandlung des Arbeitnehmers. Bei der Gehaltsumwandlung zahlen Arbeitnehmer einen Teil ihres Bruttogehalts in einen bAV-Vertrag ein, der bei Renteneintritt wirksam wird und dazu beiträgt, den gewohnten Lebensstandard auch im Alter zu halten. Die bAV-Durchführungswege sind die Unterstützungskasse, die Direktversicherung, die Pensionskasse, der Pensionsfonds sowie die Direktzusage beziehungsweise Pensionszusage.