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"People Skills“ für nachhaltigen Unternehmenserfolg

Andreas C. Fürsattel und BEI-Training

Mittwoch, 07 Dezember 2016 16:18
Andreas C. Fürsattel entstammt der Nürnberger Steuerberaterfamilie, die mit DATEV Markterfolg prägte Andreas C. Fürsattel entstammt der Nürnberger Steuerberaterfamilie, die mit DATEV Markterfolg prägte Quelle: SAAR DEPESCHE

Nürnberg - Andreas C. Fürsattel stammt aus einer bekannten fränkischen Steuerberaterfamilie ("Datev"). Aber sein eigenes Geschäft hat Andreas Fürsattel der Optimierung von Personal gewidmet.

Man lernt nie aus: Diese Binsenweisheit trifft insbesondere auch in Zeiten einer sich rasch verändernden Arbeitswelt und angesichts immer neuen Herausforderungen, die Globalisierung und Technologisierung für den heutigen Arbeitnehmer und -geber bereit halten, zu. Auf diese will die BEIGROUP GmbH Business Education International mit speziellen Schulungen vorbereiten.

„People Skills“ für nachhaltigen Unternehmenserfolg

Dabei geht es gar nicht immer darum, Fachkenntnisse aus Schule und Ausbildung auf den neusten Stand zu bringen, sondern auch um im Arbeitsleben wichtige Fähigkeiten, die man an der Berufsschule oder Universität allenfalls oberflächlich lernt: Die Rede ist von Sozial-, Führungs- und Vertriebskompetenzen. Diese Kompetenzen gelten bei BEI-Training als „People Skills“ und sollen den Unternehmenserfolg nachhaltig steigern. So haben die Trainer um den Geschäftsführer Andreas C. Fürsattel, den Unternehmensgründer Rodman Gil Ostrander und den Senior Corporate Trainer Arnulf Taiber etwa ein eigenes Bonussystem entwickelt, mit dem Unternehmen besondere Leistungen ihrer Mitarbeiter honorieren und gleichzeitig zu weiteren Steigerungen anspornen können. Im Mittelpunkt stehen bei den Kursen meist Management, Verkauf, Service und Persönlichkeitsentwicklung. Bei drei Kursen erhalten die Absolventen sogar eine Zertifizierung des TÜV Rheinland und dürfen sich anschließend „Zertifizierte Führungskraft“, „Zertifizierter Kundenbetreuer“ oder „Zertifizierter Vertriebsspezialist“ nennen. Grundsatz ist dabei, dass Kunden ausschließlich von erfahrenen Spezialisten aus ihrem eigenen Fachgebiet geschult werden: Unternehmer werden von Unternehmern trainiert, Manager von Managern und Verkaufsmitarbeiter von Vertriebsprofis. So soll sichergestellt werden, dass die Schulungen auch tatsächlich effizient sind und die Parteien nicht aneinander vorbeireden.

Renommierte Kunden

Angeboten werden Seminare und Kurse an verschiedenen Standorten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und in Moskau. Darunter befindet sich mit Lorsch bei Darmstadt auch ein hessisches Seminarzentrum. Jedenfalls in Deutschland scheint das Kursangebot auf reges Interesse zu stoßen: Zu den Kunden zählen neben Mittelständlern auch größere Betriebe, Selbstständige und sogar Beschäftigte im Öffentlichen Dienst. Als Partner benennt BEI-Training unter anderem die Apothekerkammer Bremen, MAIL BOXES ETC. und Subway.

Ein fragwürdiges Franchisesystem

Kein Wunder: Die drei oben bereits benannten Ansprechpartner und Haupttrainer von BEI-Training können in ihren eigenen Lebensläufen beachtliche Erfolge vorweisen. Andreas C. Fürsattel baute etwa im Finanzsektor binnen kurzer Zeit ein Außendienstteam mit 600 Verkäufern auf und unterrichtet bereits seit 1996 bei BEI-Training. Als deren Geschäftsführer ist er vor allem auch für die Entwicklung des internationalen Franchisenetzwerkes zuständig. Als Mitglied im IFA-Verband basieren die verschiedenen internationalen Standorte nämlich auf Franchising und auch aktuell werden für weitere Niederlassungen erfahre Führungspersönlichkeiten gesucht. Mit Franchising kennt sich auch der Gründer Rodman Gil Ostrander, der maßgeblich an der Expansion des großen Immobilienfranchiseunternehmens RE/MAX nach Europa beteiligt gewesen ist, jedenfalls aus.

Doch während das Franchisesystem von RE/MAX bereits nicht ganz unumstritten ist, wie erboste Erfahrungsberichte im Internet seit langem offenbaren, steht das Franchiseprogramm von BEI-Training regelrecht im Ruf, ein Existenzvernichtungsprogramm zu sein. So berichtete 2013 etwa der SPIEGEL, dass von hundert BEI-Training-Franchisenehmern 80 wieder hätten aufgeben müssen. Selbst für den umkämpften Markt der Coaching-Anbieter wäre das eine katastrophale Bilanz. Der Blog „BEIFACTS“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Schattenseiten von BEI-Training und insbesondere dessen Franchisesystems aufzudecken. Die dort geschilderten Erlebnisse und Eindrücke lassen die Coaches in einem weitaus schlechteren Licht dastehen.

Wer sich als Unternehmer für einen Kurs oder ein Seminar von BEI-Training interessiert, aber angesichts dessen nicht sofort eine größere Summe dafür ausgeben möchte, für den kann das aktuelle Buch von Andreas C. Fürsattel „Mitarbeiter im Fokus“, erschienen im Wiley-Verlag, einen interessanten ersten Einblick in die Philosophie des Coaches bieten.

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