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Beratung bei allen bAV-Durchführungswegen und der Entgeltumwandlung

Betriebliche Altersvorsorge: DG-Gruppe hat bAV-Beitragsvolumen von über 2,7 Milliarden Euro vermittelt

Montag, 30 März 2020 11:51

Wemding – Die betriebliche Altersversorgung (bAV) ist hierzulande eine der ältesten Formen der Altersabsicherung. Neben der gesetzlichen und der privaten Rente ist sie die dritte große Säule der Altersvorsorge. Bei ihr handelt es sich um eine Leistung des Arbeitgebers zur Alters-, Berufsunfähigkeits- oder Hinterbliebenenversorgung seiner Mitarbeiter. Es gibt insgesamt fünf Varianten der bAV, das heißt fünf verschiedene Durchführungswege, die staatlicherseits gefördert werden. Möglich ist sowohl eine vom Arbeitgeber allein finanzierte bAV als auch die Entgeltumwandlung des Arbeitnehmers. Bei der Gehaltsumwandlung zahlen Arbeitnehmer einen Teil ihres Bruttogehalts in einen bAV-Vertrag ein, der bei Renteneintritt wirksam wird und dazu beiträgt, den gewohnten Lebensstandard auch im Alter zu halten. Die bAV-Durchführungswege sind die Unterstützungskasse, die Direktversicherung, die Pensionskasse, der Pensionsfonds sowie die Direktzusage beziehungsweise Pensionszusage.

Beim bAV-Modell Unterstützungskasse ist der Arbeitgeber Träger einer rechtlich selbstständigen Einrichtung zur Rentenvorsorge und führt die umgewandelten Gehaltsteile der Arbeitnehmer der Unterstützungskasse zu. Bei der Direktversicherung schließt der Arbeitgeber für den Arbeitnehmer eine Rentenversicherung ab und leitet die Beiträge an die Rentenversicherung weiter. Möglich ist auch, dass der Arbeitgeber die Beiträge direkt an eine Pensionskasse zahlt, die sie später als Rente oder Kapitalleistung auszahlt. Solche Pensionskassen werden von einem oder mehreren Unternehmen getragen. Eine weitere bAV-Option ist der Pensionsfonds als rechtlich eigenständige Einrichtung zur Rentenvorsorge der Arbeitnehmer. Pensionsfonds sind in ihrer Anlagestrategie frei und können deshalb auch bis zu 100 Prozent der Beiträge in Aktien anlegen. Bei der Direktzusage beziehungsweise Pensionszusage sagt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer oder dessen Hinterbliebenen direkt eine Leistungszahlung zu.

Bereits seit dem Jahr 2002 haben deutsche Arbeitnehmer einen gesetzlichen Anspruch auf betriebliche Altersvorsorge durch Entgeltumwandlung. Das heißt, sie können verlangen, dass Teile ihres Gehalts in Beiträge zu einer bAV umgewandelt werden. Aber der Arbeitgeber entscheidet, welcher Durchführungsweg gewählt wird. Am 1. Januar 2018 trat das „Betriebsrentenstärkungsgesetz“ in Kraft, um die Betriebsrente insbesondere für Geringverdiener attraktiver zu machen. Das Gesetz soll zudem kleinere und mittlere Betriebe motivieren, noch mehr Betriebsrenten-Modelle anzubieten. Im letzten Dezember stimmte der Bundestag dem „Gesetz zur Einführung eines Freibetrages in der gesetzlichen Krankenversicherung zur Förderung der betrieblichen Altersvorsorge“ zu, damit Betriebsrentner in den Genuss sinkender Kassenbeiträge kommen. Durch dieses GKV-Betriebsrentenfreibetragsgesetz werden pflichtversicherte Betriebsrentner seit Jahresbeginn in der Größenordnung von 1,2 Milliarden Euro von Krankenversicherungsbeiträgen auf ihre Betriebsrenten entlastet.

Um Arbeitgeber und Arbeitnehmer durch das Dickicht unterschiedlicher bAV-Modelle und sich ständig verändernder Rechtslagen zu lotsen, gibt es einschlägige Finanzdienstleister. Ein maßgeblicher Akteur im Beratungsmarkt für Betriebsrenten ist die DG-Gruppe AG. Die 2003 gegründete und in Wemding ansässige Holding deckt mit ihren Tochterunternehmen alle Beratungsleistungen in diesem Bereich ab. Zur DG-Gruppe gehören die Deutsche Gesellschaft für betriebliche Altersversorgung AG (DGbAV), die DG-Gruppe Beratung und Betreuung GmbH, die Deutsche Gesellschaft für Vermögensentwicklung mbH (DGVE), die DG-Akademie GmbH und die Deutsche Gesellschaft für Entgeltoptimierung mbH (DGEO). Bis zur Übergabe des Stabes an Roderich Münker im Oktober 2019 war Josef Bader der Vorstandschef der Unternehmensgruppe. Der Betriebsrenten-Experte hat sich aber nicht aus dem Geschäft zurückgezogen, sondern stellt seine Erfahrung und Kompetenz weiterhin der DG-Gruppe zur Verfügung.

Der Zentrale in Wemding arbeiten dezentrale „Operationsgeschäftsstellen“ in München, Nürnberg, Augsburg, Hamburg, Dortmund, Düsseldorf, Saarbrücken und Ravensburg zu. Im Osten ist man mit Geschäftsstellen in Dresden, Leipzig, Berlin, Schwerin und Rostock vertreten. Der Beratungsbedarf in Fragen der betrieblichen Altersabsicherung scheint überall groß zu sein. Um der drohenden Altersarmut durch eine dürftige gesetzliche Rente zu entgehen, wächst der Wunsch nach zusätzlichen Vorsorgeoptionen. So ist es wohl zu erklären, dass die DG-Gruppe zusätzlich zum eigentlichen Kundenstamm über einen Interessenten-Pool von über 600.000 Unternehmen verfügt. Außerdem habe man „ständig 700 bis 800 Unternehmen in der Pipeline, also im Vorlauf“, heißt es.

Die DG-Gruppe AG empfiehlt sich als Anbieter eines „Rundum-sorglos-Paketes“, das die Ist-Analyse, Konzepteinführung und Praxisbegleitung umfasst. Dazu heißt es: „Wir beraten Sie und Ihre Mitarbeiter bei der individuellen Ausgestaltung der betrieblichen Altersvorsorge. Dazu erstellen wir nicht nur das passende Versorgungskonzept, sondern schaffen auch die notwendige Liquidität durch den Einsatz von alltagsnahen Entgeltbausteinen zur Refinanzierung.“ Besondere Expertise in der Gestaltung solcher Entgeltbausteine kann die Deutsche Gesellschaft für Entgeltoptimierung vorweisen. Die DG-Tochter erklärt: „Mit Blick auf das Unternehmen werden lebensnahe Entgeltbausteine so in das Bruttogehalt eingeflochten, dass der Arbeitnehmer am Ende mehr von seinem Gehalt hat. Zu den möglichen Gehaltsextras gehören Warengutscheine, Fahrscheine, Einkaufsgutscheine, Essensschecks usw. Um einen nachhaltigen Mehrwert zu erreichen, ist das Zusammenspiel von Arbeits-, Steuer- und Sozialversicherungsrecht unabdingbar. Ebenso müssen tarifrechtliche Regelungen strengstens eingehalten werden.“

Ihre Innovationsfähigkeit hat die Firmengruppe mit der Entwicklung ihres HR-MultiTools unter Beweis gestellt. Auf dieser Plattform werden alle Arbeitgeber- und Arbeitnehmerunterlagen zur Entgeltoptimierung und bAV systematisch erfasst. Das digitale Tool ermöglicht zugleich ein Vorgangsmanagement, das sämtliche Verwaltungsprozesse transparent macht und ein effizientes Verwaltungsinstrumentarium für alle Durchführungswege von Versorgungszusagen bietet. Mithilfe des HR-MultiTools bekommen Arbeitgeber Adress- oder Vertragsänderungen, Mitarbeiterwechsel und Terminanfragen für Alt- und Neuverträge ebenso zügig wie übersichtlich angezeigt. Die DG-Gruppe übernimmt auch die rechtskonforme und fristgerechte Erledigung dieser Vorgänge, was den Unternehmen Zeitersparnisse und die Reduzierung von Haftungsrisiken bringt.

Eine unternehmenseigene Clearingstelle sorgt dafür, dass alle bestehenden Versorgungszusagen auf Plausibilität, Risiko und Vollständigkeit geprüft werden. So soll eine verlustfreie und haftungsgeprüfte Integration bestehender Versorgungsverbindlichkeiten garantiert werden, um Personalabteilungen maximal zu entlasten. Dieses Beratungsprofil scheint anzukommen. Mit 171 Fachberatern betreut die DG-Gruppe derzeit 3.157 Firmenkunden und führte nach eigenen Angaben bislang fast 175.000 Beratungsgespräche. Das vermittelte bAV-Beitragsvolumen soll bei 2.728.703.000 Euro liegen.

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