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Fragen der betrieblichen Altersversorgung und Entgeltumwandlung

DG-Gruppe AG aus Wemding will mit betrieblicher Altersvorsorge Renten armutsfest machen

Donnerstag, 23 Juli 2020 02:27
DG-Gruppe AG aus Wemding will mit betrieblicher Altersvorsorge Renten armutsfest machen Quelle: PIXABAY.COM

Wemding – Die Zahl der armutsgefährdeten deutschen Rentner und Pensionäre ist in den letzten Jahren massiv angestiegen. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes, die erst Anfang dieses Jahres bekannt wurden, waren 2010 „nur“ 14 Prozent von ihnen durch Armut gefährdet. 2017 lag ihr Anteil schon bei 18,7 Prozent. Damit ist in keiner armutsbetroffenen Bevölkerungsgruppe der Zuwachs so groß wie bei den Rentnern. Inzwischen müssen 2,4 Millionen Menschen, die mindestens 40 Jahre lang in die deutsche Rentenkasse eingezahlt haben, mit einer Monatsrente von weniger als 1.000 Euro auskommen. Damit ist jeder dritte Rentner trotz lebenslanger Einzahlungen gezwungen, mit einem mageren dreistelligen Betrag auszukommen. Das geht aus der aktuellen Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine parlamentarische Anfrage hervor. Besonders gravierend ist die Rentenlage in den neuen Bundesländern. „Die Zahlen zeigen, dass es in Deutschland viele Senioren gibt, die mit sehr wenig Geld auskommen müssen“, kommentierte Sachsen-Anhalts Sozialstaatssekretärin Beate Bröcker die Daten. In den neuen Ländern komme erschwerend hinzu, dass bei vielen Menschen die Rente die Haupt-Einkommensquelle sei und viele Rentner keine Zusatzeinkünfte aus Mieten oder Betriebsrenten hätten.

Mit Letzterem ist die betriebliche Altersvorsorge (bAV) gemeint, die als Ergänzung zur gesetzlichen Rente wirksam vor Altersarmut schützen kann und deshalb staatlich gefördert wird. Für die Arbeitnehmerschaft besteht ein Rechtsanspruch auf Umwandlung von Gehaltsanteilen in eine Betriebsrente. In einem ganz aktuellen Online-Artikel der „Stiftung Warentest“ unter dem Titel „Mit dem Arbeitgeber für die Rente sparen“ heißt es: „Ob es sich lohnt, eigenes Geld per Entgeltumwandlung in eine betriebliche Altersvorsorge zu stecken, hängt entscheidend vom Arbeitgeber ab. Gibt der einen ordentlichen Teil dazu und organisiert er gute Verträge, dann macht der Sparer ein gutes Geschäft.“

Ob Arbeitnehmer solche „guten Verträge“ bekommen, hängt entscheidend davon ab, wie Arbeitgeber vor Vertragsabschluss über die Vorzüge der unterschiedlichen bAV-Modelle beraten werden. Ein kompetenter Ansprechpartner für alle Fragen der betrieblichen Altersversorgung und Entgeltumwandlung ist seit Jahren die DG-Gruppe. Die Aktiengesellschaft, deren Aktien seit 2015 im Freiverkehr der Hamburger Börse gelistet sind, sieht sich als Rundum-Beraterin für mit Betriebsrenten befasste Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte und Versicherungsmakler. An sie appelliert die im bayerischen Wemding ansässige Holding: „Nutzen Sie unsere Erfahrung aus vielen tausend Unternehmensgesprächen, um für Ihr Unternehmen eine innovative, bedarfsorientierte Versorgungslösung zu gestalten. Als wesentlicher Bestandteil dient hier die rechtskonforme Implementierung von alternativen Vergütungssystemen. So generieren Sie zusätzliche Liquidität im Unternehmen und bei Ihren Arbeitnehmern und schaffen die betriebliche Altersvorsorge zum ‚echten‘ Nulltarif. Individuelle, rechts- und haftungsgeprüfte Konzepte dürfen Sie dabei genauso selbstverständlich erwarten wie einen exzellenten Beratungsservice.“

Dazu gehört der Hinweis, dass Arbeitnehmer zwar ein Recht darauf haben, über den Betrieb für das Alter vorzusorgen, aber der Arbeitgeber entscheidet, in welcher Form und über welchen Vertrag das geschieht. Er kann einen von fünf „Durchführungswegen“ für die Betriebsrente wählen. Die beliebtesten bAV-Formen sind die Direktversicherung und die Pensionskasse. Andere Durchführungswege sind die Unterstützungskasse, der Pensionsfonds und die Pensionszusage beziehungsweise Direktzusage. Für den Arbeitnehmer ist es optimal, wenn der Chef die Beiträge selbst übernimmt oder ihm ordentlich Geld zur Betriebsrente zuschießt. Das machten in der Vergangenheit schon viele Betriebe freiwillig, aber seit 2019 ist es für Neuverträge Pflicht. „Seit 2019 bekommen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die einen neuen Vertrag zur betrieblichen Altersvorsorge abschließen, einen Zuschuss von 15 Prozent“, stellt die „Stiftung Warentest“ fest. Voraussetzung sei, dass der Arbeitgeber Sozialabgaben spare.

Die DG-Gruppe AG weist darauf hin, dass schon seit 2002 jeder Arbeitnehmer in Deutschland das Recht hat, in Form der Entgeltumwandlung betriebsbezogen für das Alter zu sparen. Dabei zahlt der Arbeitnehmer aus seinem unversteuerten Bruttoeinkommen ein, und der Staat erlässt ihm einen Teil seiner Steuern und Sozialversicherungsbeiträge, sofern das Gehalt unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Rentenversicherung liegt (West: 82.800 Euro, Ost: 77.400 Euro im Jahr 2020).

Um komplexe Beratungsleistungen unter einem Dach anbieten zu können, haben sich die Tochtergesellschaften der DG-Gruppe auf bestimmte Vorsorgeaspekte spezialisiert. Zu nennen sind hier die Deutsche Gesellschaft für betriebliche Altersversorgung AG (DGbAV), die DG-Gruppe Beratung und Betreuung GmbH, die Deutsche Gesellschaft für Entgeltoptimierung mbH (DGEO), die Deutsche Gesellschaft für Vermögensentwicklung mbH (DGVE) sowie die DG-Akademie GmbH. Das von ihnen beworbene„Rundum-sorglos-Paket“ beinhaltet die Überprüfung bestehender bAV-Verträge, neue Ansätze zur Haftungsminimierung, die Kostensenkung durch eine digitalisierte Verwaltung, die Implementierung alternativer Vergütungssysteme, die Entwicklung bedarfsgerechter Versorgungskonzepte sowie die gezielte Nutzung der bAV zur Mitarbeitermotivation und Fachkräftefindung.

Auf den langjährigen Vorstandschef Josef Bader geht es zurück, dass die DG-Kundenberater zunächst das Gespräch auf Geschäftsführer-Ebene suchen und den bAV-Bestand im jeweiligen Unternehmen analysieren. Nach verschiedenen Optimierungsmaßnahmen geht es an die Belegschaftsberatung. Schließlich wird das erarbeitete Betriebsrenten-Modell den Beschäftigten in Einzelberatungen nähergebracht. Bader richtete auch eine Clearingstelle ein, um alle bestehenden Versorgungszusagen auf Plausibilität, Risiko und Vollständigkeit zu überprüfen. Die DG-Clearingstelle soll die verlustfreie und haftungsgeprüfte Integration aller Versorgungsverbindlichkeiten garantieren, damit die Personalabteilungen zeitlich entlastet werden. Seit dem 1. Oktober 2019 wird die DG-Gruppe AG vom bAV-Profi Roderich Münker geführt. Auf seine Initiative hin nutzt man seit Kurzem ein spezielles HR-MultiTool, um die digitale Verwaltung alle Arbeitgeber- und Arbeitnehmerunterlagen zur Entgeltoptimierung und betrieblichen Altersabsicherung nochmals zu verbessern.

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