saar-depesche.de

Freigegeben in Wirtschaft

Crowdinvesting

Exporo AG: Björn Maronde nennt 331 Immobilienprojekte mit vermitteltem Kapital von 621 Mio. Euro

Samstag, 18 Juli 2020 23:40

Hamburg – Die Nachricht schlug in der Welt der digitalen Immobilieninvestoren fast wie eine Bombe ein. Die Hamburger Exporo AG, deutscher Marktführer im Immobilien-Crowdinvesting, teilte am 3. Juni mit, dass sich Privatanleger fortan mit nur einem Euro an einer Immobilie beteiligen können. Dieser Innovationsschub verdankt sich der Blockchain-Technologie. Hierbei fungiert ein „Token“ als digitales Wertpapier, das durch sehr geringe Transaktionskosten und eine hohe Effizienz schon eine Beteiligung ab einem Euro gestattet. Bei dem Anlagemodell „Exporo Bestand“ war erst ein Einstieg ab 1.000 Euro möglich, um eine jährliche Rendite von drei bis sechs Prozent einzustreichen. Standort der „Ein-Euro-Immobilie“ ist das Urlauberparadies Binz auf Rügen. Mit der Integration der Blockchain-Lösung in das eigene Investmentmodell hat die Exporo AG einmal mehr ihre Innovationsfähigkeit unter Beweis gestellt. Das FinTech war 2014 von Simon Brunke, Björn Maronde, Tim Bütecke und Julian Oertzen gegründet worden, damit sich Kleinanleger über die hauseigene Online-Plattform schon mit kleinen Beträgen an renditestarken Immobilienprojekten beteiligen können. Die Idee dahinter war, den deutschen Immobilienmarkt zu demokratisieren und jedem den Aufbau eines eigenen Immobilienportfolios zu ermöglichen. Das war in dieser Assetklasse bis dato reichen Privatanlegern und institutionellen Investoren vorbehalten.

„Beim Crowdinvesting für Immobilien ist ausgeschlossen, dass sich der Anleger selbst um die Verringerung von Leerständen, die Bonität von Mietern oder permanente Reparaturen kümmern muss“, erläutert Dr. Björn Maronde. „Der Investor kann sich online über das Portal an attraktiven Immobilienprojekten beteiligen, die Handhabung ist denkbar einfach, und das Investieren verläuft transparent. Anleger erhalten im Vergleich zu herkömmlichen Immobilienanlagen eine höhere Rendite.“ Der Exporo-Vorstand für Vertrieb, Marketing und IT erklärt auf Nachfrage, wie die Blockchain-Technologie das Investieren ab einem einzigen Euro möglich macht: „Durch die Automatisierung und Digitalisierung von verschiedensten Prozessschritten ist das neue Exporo-Produkt wesentlich effizienter als vergleichbare Immobilien-Anlageoptionen.“ Die Digitalisierung von Wertpapieren biete drei große Vorteile. Das seien niedrigere Transaktionskosten durch den Wegfall von externen Dienstleistern, eine deutlich höhere Transaktionsgeschwindigkeit und mehr Liquidität durch äußerst flexible Handelbarkeit.

Private Investoren können bei Exporo zwischen den sich ergänzenden Produktkategorien „Exporo Finanzierung“ und „Exporo Bestand“ wählen. „Wir glauben langfristig an das wertstabile Produkt Immobilie“, sagt Exporo-Vorstandschef Simon Brunke und verweist auf das Renditepotenzial von „Betongold“. Bei Baufinanzierungen könne es „auch mal einen Abschwung geben, aber gewohnt wird immer“. Bislang haben die Crowdinvesting-Profis laut Björn Maronde 331 Finanzierungsprojekte und Bestandsobjekte mit einer vermittelten Kapitalsumme in Höhe von 621,1 Millionen Euro realisiert. Das Geld stamme von insgesamt 27.346 Anlegern. Exporo gibt für diese Investments eine effektive Jahresverzinsung von 5,76 Prozent an. Diese Kalkulation des effektiven Zinssatzes basiert nach Unternehmensangaben „auf historischen Werten unter der Annahme, dass das gesamte Kapital bereits am ersten Tag des Fundings verzinst wird“. Betrachtet werde das „gewichtete Mittel nach vermitteltem Kapital der zurückgeführten Projekte“ aus Exporo Finanzierung, Exporo Bestand und Exporo Private Placements.

Die Registrierung beim digitalen Exporo-Marktplatz ist für die Anleger ebenso kostenfrei wie die Nutzung. Es fallen keinerlei Gebühren an – auch nicht bei einer Investition –, und nach der Zahlung des Investitionsbetrages ergeben sich keine weiteren Pflichten. Doch wie finanziert sich das FinTech dann? In der Kategorie Exporo Finanzierung wird das Unternehmen für die aufsichtsrechtskonforme Einwerbung des Kapitals von den Projektentwicklern bezahlt. Bei Exporo Bestand bekommt es eine Vergütung für die Prüfung und Akquise der Immobilie und die Abwicklung des Investments. Außerdem übernimmt man das strategische Asset Management der Objekte und wird dafür mit einem Anteil der Mieterträge belohnt. Die Anleger vergüten nichts.

Wohl auch deshalb schneidet die Exporo AG in Anlegerkreisen außerordentlich gut ab. Dem Internetportal „Kritische Anleger“ liegen derzeit 228 Exporo-Bewertungen in Form von Erfahrungsberichten vor. Davon fallen 93,9 Prozent positiv, 5,3 Prozent neutral und nur 0,9 Prozent negativ aus. Aus den vorliegenden Kundenberichten ergibt sich eine Bewertung von 4,9 bei maximal möglichen 5,0 Punkten und eine stolze Empfehlungsquote von 96,49 Prozent.

Ein Anleger lobte an den Plattformbetreibern, dass sie nicht auf die höchste Rendite schielten, sondern mehr die Sicherheit der Anleger in den Fokus rückten. In dem Erfahrungsbericht heißt es: „Seit 2016 habe ich in 10 verschiedene Projekte bei Exporo investiert. Die Anlagesummen bewegten sich dabei zwischen 2.000 und 10.000 Euro mit meist ein- bis dreijährigen Anlagezeiten. Die Online-Abschlüsse sind unkompliziert, wie das Anmeldeverfahren auch. Online melde ich mein Interesse an einem Objekt an und investiere ab 1.000 Euro. Danach bekomme ich eine Bestätigung meiner Anlage, und der Betrag wird von dem von mir angegebenen Konto abgebucht.“ Der Anleger gesteht, bis dahin selbst keine Erfahrungen mit dem Immobilien-Crowdinvesting gemacht zu haben, aber durch einen festen Ansprechpartner bei Exporo schnell Zugang zum Thema gefunden zu haben. Er lobt die Transparenz des Anlageverfahrens und verweist auf seinen Kundenaccount. Über diesen könne er jederzeit sein Portfolio einsehen und den Fortgang der Baumaßnahmen überprüfen. Der anonymisierte Anlagebewerter zog Ende letzten Jahres dieses Fazit: „Mittlerweile sind sieben meiner Objekte abgewickelt, und die Rückzahlungen kamen mit schriftlicher Ankündigung immer fristgemäß, auch schon mal sechs Monate eher, voll verzinst. Mir scheint, als schielen die Betreiber nicht auf höchste Rendite, sondern auf ‚relative‘ Sicherheit. Ein Restrisiko besteht natürlich immer.“ Er könne Exporo guten Gewissens weiterempfehlen. Die Immobilienfinanzierer aus der Hamburger HafenCity werden es mit Freude gelesen haben.

Artikel bewerten
(2 Stimmen)