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Amsterdamer Bestandsimmobilie neu im Portfolio

Exporo-Vorstand Julian Oertzen wirbt für sachwertgesicherte Investments mit hoher Verzinsung

Dienstag, 12 Januar 2021 22:18
Julian Oertzen ist Mitglied des Vorstands der Exporo AG. Julian Oertzen ist Mitglied des Vorstands der Exporo AG. Quelle: Exporo AG

Hamburg – Die Exporo AG, die Deutschlands führende Crowdinvesting-Plattform für Immobilieninvestments betreibt, präsentierte ihren Anlegern jüngst etwas Besonderes. Mit der Erweiterung ihres Bestandsportfolios um eine historische Immobilie in Amsterdam bietet das Hamburger FinTech erstmalig die Investition in eine niederländische Bestandsimmobilie an. Das Anlageobjekt befindet sich in einer der attraktivsten Städte und erfolgreichsten Wirtschaftsregionen Europas. Die um 1600 erbaute „Alte Werft“ liegt direkt am traditionsreichen Amsterdamer Hafen. Das denkmalgeschützte Gebäude wurde von der East India Trading Company zunächst als Lagerhalle und später als Schiffswerft genutzt. Sowohl die Fassade als auch Teile des Inneren sind originalgetreu erhalten und verleihen der Immobilie den Charme des Historischen. Das knapp 1.900 Quadratmeter große Gebäude umfasst 22 Wohnungen, eine Büroeinheit sowie zwei Retailflächen im Erdgeschoss. Die Wohnungen in dem vierstöckigen Wohn- und Gewerbehaus sind zwischen 17 und 157 Quadratmeter groß und bieten sich damit für unterschiedliche Nutzungen an. 2017 fanden umfassende Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen statt, wodurch die Immobilie um acht neue Wohnungen erweitert wurde und das Gebäudedach eine Runderneuerung erfuhr. Die prognostizierte Gesamtrendite für die Anleger liegt bei über sechs Prozent und berechnet sich aus der Wertsteigerung der Bestandsimmobilie und den quartalsweise ausgezahlten Mietzinseinnahmen von 4,1 Prozent Ausschüttungsrendite im Zehn-Jahres-Durchschnitt. „Für Exporo ist die Amsterdamer Immobilie ein Meilenstein, der privaten Investoren nun auch den Zugang zu attraktiven Immobilieninvestments in Europa ermöglicht“, sagte Exporo-CEO Simon Brunke.

Der Immobilienprofi gründete 2014 zusammen mit Björn Maronde, Tim Bütecke und Julian Oertzen die Online-Plattform, um endlich auch Kleinanlegern Zugang zu lohnenden Immobilieninvestments zu verschaffen. Dafür bündelt Exporo entsprechend der Crowdinvesting-Idee das Kapital vieler Privatinvestoren, die sich über den digitalen Marktplatz leicht, transparent und gebührenfrei an exklusiven Immobilienprojekten beteiligen können. Die Anleger haben die Wahlmöglichkeit zwischen zwei sich ergänzenden Produktkategorien. Via „Exporo Bestand“ investieren sie in Bestandsimmobilien, um eigentümergleich von Mietüberschüssen und Wertsteigerungen zu profitieren. Mit „Exporo Finanzierung“ beteiligen sie sich an Immobilienvorhaben von professionellen Projektentwicklern und streichen dafür attraktive Renditen ein. Über 60 hauseigene Experten akquirieren und analysieren jedes Jahr über Hunderte bestehende Immobilien und Projektentwicklungen, die nach eigenen Angaben bestmöglich auf Seriösität und Ertragssicherheit überprüft werden. Deshalb schaffen es von den wöchentlich bis zu 25 Finanzierungsanfragen auch nur ein bis zwei Projekte auf die Plattform.

Der Markterfolg der norddeutschen Immobilienfinanzierer ist am Finanzvolumen abzulesen, das bislang bei den Crowdanlegern eingeworben wurde. So konnte Exporo 373 Immobilienprojekte mitfinanzieren und dafür fast 707 Millionen Euro von über 29.200 Investoren vermitteln. Als effektive Jahresverzinsung wird aktuell ein Prozentsatz von 5,78 Prozent genannt. Unternehmensseitig heißt es, die Kalkulation des effektiven Zinssatzes basiere auf historischen Werten unter der Annahme, dass das gesamte Kapital bereits am ersten Tag des Fundings verzinst werde. Betrachtet werde das gewichtete Mittel nach vermitteltem Kapital der zurückgeführten Projekte aus „Exporo Finanzierung“, „Exporo Bestand“ und „Exporo Private Placements“. Heute hat die Exporo AG mehr als 200 Mitarbeiter und wird von den Vorstandsmitgliedern Simon Brunke, Björn Maronde, Julian Oertzen und Carl-Friedrich von Stechow geführt.

Die Erfolgsgeschichte des Crowdinvesting-Anbieters begann 2013 mit der Erkenntnis des Unternehmensberaters Oertzen, dass Immobilienentwickler fast verzweifelt nach alternativen Finanzierungsquellen suchen, weil Banken aufgrund strengerer Regulierungen kaum noch ganze Projekte finanzieren. Gleichzeitig wusste er, dass Privatanleger nur mit sehr viel Geld die Chance haben, sich an lukrativen Immobilieninvestments zu beteiligen. So reifte bei Julian Oertzen und seinen Geschäftspartnern die Idee, einen eigenen Online-Marktplatz zu entwickeln, um dort seriöse Anlagemöglichkeiten für ertragsstarke Immobilien zu präsentieren und das benötigte Investitionskapital direkt zwischen den Anlegern und Immobilienunternehmen zu vermitteln. Im Dezember 2014 ging die innovative Plattform mit dem Projekt „Feldbrunnenstraße“ an den Start und konnte in nur drei Monaten mehr als 2,1 Millionen Euro von Privatanlegern einwerben.

Das Jahr 2018 steht für einen weiteren Professionalisierungsschritt der Exporo AG, als sie die Vorteile der Digitalvermittlung auf den Bereich der Bestandsimmobilien übertragen konnte. Mit dieser Form des „digitalen Eigentums“ spricht der Finanzdienstleister mit Hauptsitz in der Hamburger Hafencity solche Investorengruppen an, „die im aktuellen Niedrigzinsumfeld eine sachwertgesicherte Investitionsmöglichkeit mit vergleichsweise hoher Verzinsung suchen“, so Oertzen. Mit größeren Volumina für Projekte, höheren Sicherheiten und mehr Transparenz werde digitales Investieren in Immobilien für Anleger noch reizvoller. Bereits im Sommer 2016 stellte der Exporo-Vorstand auf der Deutschen Immobilienmesse in einer Diskussionsrunde zum Thema „Crowdinvesting für Immobilien“ die Tätigkeit des FinTech vor. Nach seinem Maschinenbaustudium begann Oertzen sein Berufsleben als Unternehmensberater bei BCG. Danach leitete er als technischer Geschäftsführer ein CleanTech-Startup und machte sich nach einem kurzen Abstecher zu Earlybird VC als Unternehmensberater selbstständig. Bei Exporo übernahm er schließlich den Bereich Operations und Pressebetreuung.

Im Oktober letzten Jahres konnte er vermelden, dass Exporo zusammen mit Upvest einen liquiden Sekundärmarkt für Real Estate Investments geschaffen hat. Dieser Sekundärmarkt macht es möglich, vollständig finanzierte Bestandsobjekte dank der Blockchain-Technologie sehr flexibel zu handeln. Oertzen erklärte die Vorzüge so: „Digitale tokenisierte Wertpapiere können auf diesem Sekundärmarkt unkompliziert und schnell gehandelt werden. Dabei werden klassische Depotbanken durch digitale Schließfächer, in denen Anleger ihre digitalen Wertpapiere verwalten können (Wallets), ersetzt. Diese Wallets werden von Upvest zur Verfügung gestellt.“ Der Investmentprozess wird so schlanker und effizienter, sodass die Kosten um bis zu 85 Prozent sinken. Dadurch ist Exporo in der Lage, Immobilienanleihen schon ab einem Euro anzubieten. Das ermöglicht Anlegern eine bestmögliche Diversifikation des digitalen Immobilienportfolios. Außerdem sind die Transaktionen innerhalb einer Blockchain rückwirkend unveränderlich. Dadurch ist jede Transaktion auf ihre Authentizität hin überprüfbar.

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