saar-depesche.de

Freigegeben in Wirtschaft

Wie die Flug- und Raketentechnik von der Tierwelt inspiriert wurde

Fraport AG und Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung zeigen Ausstellung „Evolution des Fluges“

Sonntag, 29 Januar 2017 02:29
Ausstellung „Evolution des Fluges“ am Flughafen Frankfurt Ausstellung „Evolution des Fluges“ am Flughafen Frankfurt Quelle: Fraport AG

Frankfurt am Main – Am Donnerstag haben die Fraport AG und die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung eine gemeinsame Ausstellung zum Thema „Evolution des Fluges“ am Flughafen Frankfurt eröffnet. Zu sehen sind beispielsweise große Nachbildungen von Flugsauriern und anderen Tieren, die die Inspiration der Flug- und Raketentechnik durch die Natur verdeutlichen. Zu sehen ist die Ausstellung im Bereich der Skyline-Plattform in Terminal 2. Der Eintritt ist frei. Regelmäßige Führungen durch Mitarbeiter der Senckenberg Gesellschaft finden statt.

Zur Ausstellungseröffnung teilte die Fraport AG mit: „Die ersten Lebewesen, die sich in die Luft erhoben, waren vor 400 Millionen Jahren Insekten. Reptilien, Vögel und Säugetiere folgten. Der Mensch ließ sich von den Bauplänen der Natur inspirieren und entwickelte verschiedene Fluggeräte. Wie ähnlich sie den Originalen sind, wird im direkten Vergleich deutlich. Der Propeller eines Hubschraubers erinnert zum Beispiel stark an Libellen, die eine erstaunliche Flugleistung erbringen: Edellibellen erreichen bei einer Flügelschlagfrequenz von 30 Schlägen pro Sekunde Geschwindigkeiten von bis zu 50 Kilometer pro Stunde. Die Beschleunigung erreicht den dreißigfachen Wert der Erdbeschleunigung, das ist weit mehr als bei einem modernen Kampfjet.“

Und weiter: „Die Tragflächen von Flugzeugen sind ein Geniestreich der Ingenieurskunst und inspiriert von Flugsaurier-, Fledermaus- und Vogel-Flügeln. „Geflogen“ wird übrigens nicht ausschließlich in der Luft, sondern auch im Wasser: Tintenfische bewegen sich per Rückstoß durchs Meer – dieses Prinzip wird auch bei Raketen genutzt.“

Prof. Dr. Dr. h. c. Volker Mosbrugger, Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft, führte dazu weiter aus: „Unsere Forschung über Form und Funktion von Organismen ist nicht nur für einen kleinen Kreis spezialisierter Wissenschaftler relevant. Wie die Ausstellung zeigt, findet sie praktische Anwendung und wird umgesetzt – in diesem Fall im Flugzeugbau. Deshalb freuen wir uns ganz besonders, dass wir diese Forschung nicht nur in unserem Museum, sondern auch am größten Flughafen Deutschlands präsentieren dürfen.“

Dr. Pierre Dominique Prümm von der Geschäftsbereichsleitung Flugbetriebs- und Terminalmanagement sowie Unternehmenssicherheit der Fraport AG ergänzte: „Frankfurt Airport ist immer wieder ein Erlebnis, das Gäste und Passagiere gleichermaßen bei jedem Besuch mit neuen Veranstaltungen, individuellen Services,  modernen Einrichtungen und überraschenden Aktionen begeistert. Die außergewöhnliche Kooperation mit der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung verdeutlicht einmal mehr, dass Fraport auch auf Lokalkolorit setzt, um das Drehkreuz Frankfurt noch attraktiver zu machen und von der Anonymität anderer Airports abzuheben.“ Der Flughafen Frankfurt und das Senckenberg Naturmuseum seien zwei Wahrzeichen und Traditionseinrichtungen der Mainmetropole, die sich in dieser Kooperation erstmals sehr öffentlichkeitswirksam zusammengeschlossen haben.

Artikel bewerten
(2 Stimmen)