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Fraport AG führt Christentum, Judentum und Islam zusammen

Interreligiöser Dialog: „Abrahamische Feier“ am Frankfurter Flughafen

Freitag, 18 November 2016 16:03
Obere Reihe (v.l.n.r.): Rabbiner Avichai Apel (Jüdische Gemeinde Frankfurt), Pfarrer Benjamin Krieg (Evangelische Flugseelsorge), Pater Heinz Goldkuhle (Katholische Flughafenseelsorge), Orhan Öcal (Fraport AG). Untere Reihe (v.l.n.r.): Michael Müller (Fraport AG), Staatssekretär Jo Dreiseitel (Grüne) Obere Reihe (v.l.n.r.): Rabbiner Avichai Apel (Jüdische Gemeinde Frankfurt), Pfarrer Benjamin Krieg (Evangelische Flugseelsorge), Pater Heinz Goldkuhle (Katholische Flughafenseelsorge), Orhan Öcal (Fraport AG). Untere Reihe (v.l.n.r.): Michael Müller (Fraport AG), Staatssekretär Jo Dreiseitel (Grüne) Quelle: Fraport AG

Frankfurt am Main – Nachdem die Fraport AG schon Anfang September mit der Einweihung einer Mesusa durch Israels Oberrabbiner David Lau im jüdischen Gebetsraum des Flughafens Frankfurt ihre religiöse Sensibilität unter Beweis gestellt hat, trafen sich am Airport nun Vertreter des Christentums, des Judentums und des Islam, um gemeinsam für Frieden Verständigung zu werben. Im Rahmen einer „Abrahamischen Feier“ wurde an Abraham als Stammvater aller drei monotheistischen Weltreligionen erinnert.

Jo Dreiseitel (Grüne), Staatssekretär und Bevollmächtigter für Integration und Antidiskriminierung im Hessischen Sozialministerium stellte dabei klar: „Hessen ist ein weltoffenes und tolerantes Land mit einer großen Zuwanderungs- und Integrationstradition. Wir sind mit dem Frankfurter Flughafen als ‚Gateway to the world‘ eine besondere Drehscheibe für Migrationsbewegungen.“ Respekt und Toleranz seien die Grundlagen „eines gelingenden gesellschaftlichen Zusammenlebens“. Die Religion solle mehr verbinden als trennen und damit ein Gewinn für die freiheitliche Gesellschaft sein. „In dieser Tradition ist das Fest der Abrahamischen Religionen sehr zu begrüßen“, so Dreiseitel.

Auch Michael Müller, Vorstand und Arbeitsdirektor der Fraport AG, wies auf den internationalen Charakter des Frankfurter Flughafens hin: „An keinem anderen Ort in Deutschland begegnen sich so viele Menschen, Sprachen und Kulturen unterschiedlicher Herkunft sowie – auch wenn nicht immer auf den ersten Blick sichtbar – zahlreiche Religionen.“ Fraport unternehmen daher sein Möglichstes, um Christen, Juden und Muslimen am Airport die Möglichkeit zu geben, ihren Glauben angemessen praktizieren zu können. „Die Abrahamische Feier als jährliches Friedensfest beweist einmal mehr, dass das Zusammenleben auf engstem Raum ohne Konflikte funktioniert“, so Müller.

Die Initiative zu der Feier ging ursprünglich von den religiösen Vertretern am Flughafen aus und begann zunächst in kleinem Rahmen. In den vergangenen Jahren wurde das Fest immer größer gefeiert und gehört mittlerweile zu einem festen Bestandteil der interreligiösen Veranstaltungen am Flughafen.

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