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Fraport AG bietet Gebetsräume für Christen, Muslime und Juden

Israels Oberrabbiner David Lau weiht Mesusa am Frankfurter Flughafen ein

Freitag, 09 September 2016 05:27
V.l.n.r.: Michael Müller (Fraport AG), Avichai Apel (Jüdische Gemeinde Frankfurt) und David Lau (Oberrabbiner Israels) V.l.n.r.: Michael Müller (Fraport AG), Avichai Apel (Jüdische Gemeinde Frankfurt) und David Lau (Oberrabbiner Israels) Quelle: Fraport AG

Frankfurt am Main – Der israelische Oberrabbiner David Lau hat mit Repräsentanten der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, den beiden Rabbinern Julian-Chaim Soussan und Avichai Apel, im jüdischen Gebetsraum in Terminal 1 des Frankfurter Flughafens feierlich eine Mesusa eingeweiht. An der Zeremonie nahmen auch Vertreter der israelischen Fluggesellschaft EL AL und des Flughafenbetreibers Fraport teil. Die Mesusa ist eine Schriftkapsel am Türpfosten, deren Verwendung auf eines der 613 Gebote der Thora zurückgeht. Juden haben die Pflicht, an die Tore und Türen ihrer Häuser und Zimmer die Worte des Hauptgebets zu befestigen und diese segnen zu lassen.

Der Frankfurter Rabbiner Avichai Apel zeigte sich hocherfreut über die Ausstattung des jüdischen Gebetsraumes mit der Mesusa: „Dass wir heute erleben dürfen, dass dieser Segen von unserem Oberrabbiner höchstpersönlich am Flughafen Frankfurt gesprochen wird, ist für uns nicht nur eine besondere Ehre, sondern auch ein Zeichen, dass unsere Welt immer weiter zusammenwächst.“ Dies werde inspirierend auf die jüdischen Gläubigen wirken, die während ihrer Flugreise den Gebetsraum aufsuchen.

Michael Müller, Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektor der Fraport AG, betonte in diesem Zusammenhang, dass neben dem jüdischen Gebetsraum selbstverständlich auch Gebetsräume für Christen und Muslime am Frankfurter Flughafen eingerichtet seien. „Als weltoffenes, international ausgerichtetes Unternehmen weiß Fraport die Vielfalt und Verschiedenheit der Menschen zu schätzen“, so Müller. „Den Gästen des Flughafens Frankfurt, aber auch den Beschäftigten, werden sowohl im kulturellen als auch im religiösen Bereich viele Angebote gemacht. Unser Ziel ist es, dass jeder, für den dies wichtig ist, einen Ort findet, der seinem eigenen Glauben entspricht.“

Die in erster Linie für Passagiere angebotenen Gebetsräume in den Terminals können auch von den Flughafenbeschäftigten, unter denen es sowohl Christen als auch Muslime und Juden gibt, genutzt werden. Die Fraport AG will mit ihren Angeboten der religiösen Vielfalt unter Passagieren und Mitarbeitern gerecht werden.

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