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Mercedes Vito Tourer: Erster Van mit drei Antriebsvarianten zur Auswahl

Samstag, 24 Dezember 2016 05:29
Mercedes Vito Tourer: Erster Van mit drei Antriebsvarianten zur Auswahl Quelle: PIXABAY.COM

Neunkirchen - Die Klasse der kompakten Transporter ist hart umkämpft: Neben deutschen Modellen wie dem Opel Vivaro oder dem VW T5 – dem als „Bully“ bekannten Platzhirsch – kämpfen mittlerweile auch günstige asiatische Anbieter wie Hyundai mit seinem H-1 um die Marktanteile im gewerblichen aber zum Teil auch privaten Kundensegment.

Mercedes fahren ab 21.408 € 

Auch der Nobel-Hersteller Mercedes ist mit seinem Vito seit Jahren auf diesem Markt präsent und bietet mit seinem Vito Tourer nun eine attraktive und vor allem deutlich günstigere Alternative zum Nobelbus V-Klasse, die auch für Familien von Interesse sein könnte. Mit 5,37 Metern ist der Vito Tourer deutlich länger als die beiden Varianten mit Einzel- oder Doppelkabine, die sich wohl ausschließlich für Arbeitseinsätze eignen. Dafür sind sie aber bereits ab 21.408 € erhältlich – ein echter Kampfpreis für einen Mercedes. 

An die luxuriösen Verhältnisse der V-Klasse kommt jedoch erwartungsgemäß keine Variante heran: Schon beim Einsteigen wird am einfach und zweckmäßig gehaltenen Cockpit deutlich, dass es sich in erster Linie um ein Nutzfahrzeug handelt. Das war es aber schon: Wer die Pro- oder gar Select-Ausstattung wählt, bekommt zwar kein Luxusfahrzeug, aber einen ordentlich ausgestatteten Familienvan. 

Vorderrad-, Hinterrad- oder Allradantrieb 

In Hinblick auf die Motoren gibt es für den langen Vito Tourer mit dem 114, dem 116 und dem 119 CDI ausschließlich Diesel-Aggregate mit 136, 163 oder 190 PS Leistung. Doch der eigentlich Clou ist, dass es den Vito mit gleich drei Antriebssystemen gibt: Zur Wahl stehen Vorderradantrieb, Hinterradantrieb und Allradantrieb. Der Vorderradantrieb steht beim Tourer nicht zur Verfügung, sondern nur bei den einfachen Modellen und dort bei den beiden Einstiegsmotorisierungen mit 88 und 114 PS. Durch den leichteren Antriebsstrang können bis zu 120 KG mehr im Vergleich zu anderen Modellen zugeladen werden. Die anderen, bereits oben genannten Motorisierungen werden standardmäßig mit Hinterradantrieb ausgeliefert und sind dank der stärkeren Leistung und der Vorteile dieses generell auch sportlicheren Antriebssystems vor allem für schwere Lasten geeignet. 
Bis zu 1369 Kilogramm trägt der in Spanien gebaute Schwabe bei sich. 

Allrad nur mit Automatik 

Das Topmodell ist ohne Zweifel dasjenige mit Allradantrieb, das sich insbesondere auf schwierigem Terrain grandios schlägt und konstruktionsbedingt nur in Verbindung mit der ebenfalls ausgezeichneten Siebenstufen-Automatik. In Verbindung mit dem 190-PS-Diesel lässt sich der Vito auf 199 Kilometer pro Stunde beschleunigen und durchbricht die 100er-Grenze nach nur 9,5 Sekunden. 

Sparsam, wartungsarm und halbwegs bezahlbar 

Und auch ein Sparfuchs ist der Vito: Zwischen 5,7 und 6,7 Liter Diesel verbraucht er nur und die Einstiegsvariante ist sogar 1000 € günstiger als das Vorgängermodell. Auch die für gewerbliche Nutzer so wichtigen Wartungskosten wurden gesenkt: Wartungen sind nunmehr erst nach 40.000 und nicht mehr nach 30.000 Kilometern nötig. Ob nach der erfolgreichen V-Klasse nun der nächste Streich der Schwaben folgt, bleibt abzuwarten. Gut möglich, dass der Vito dem eigenen Premiumgeschäft auch ein wenig in die Parade fährt.

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