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Bitcoin-Hausse lässt Interesse an Kryptowährungen steigen

Michael Thomale (Nexus Global) wirbt für lukrative Zusatzverdienste mit Bitcoins

Freitag, 31 Juli 2020 23:25
Michael Thomale spricht bei einem Workshop von Nexus Global Michael Thomale spricht bei einem Workshop von Nexus Global Quelle: Facebook

London – Wer früh auf die digitale Leitwährung Bitcoin (BTC) setzte, dürfte das Geschäft seines Lebens gemacht oder zumindest gutes Geld verdient haben. Die Kursverläufe sprechen eine klare Sprache. Es war die goldene Zeit, als sich der Bitcoin-Kurs nahezu vertausendfachte. Der erste Wechselkurs lag im Oktober 2010 bei nur 0,08 US-Dollar und wurde auf Grundlage der Produktionskosten für das Mining kalkuliert. Mit einem US-Dollar hätten man damals also rund 1.300 Bitcoins kaufen können. Im Jahr 2017 überschritt Bitcoin die magische Marke von 10.000 US-Dollar. Wer 2010 knapp 1.300 Bitcoins für einen einzigen US-Dollar gekauft hatte, konnte diese Bitcoins im November 2017 für insgesamt 13 Millionen US-Dollar verkaufen.

Seitdem erlebte die bekannteste Kryptowährung ein ständiges Auf und Ab, wie es Anleger auch vom klassischen Börsenparkett kennen. Ein genauer Beobachter der Bitcoin-Entwicklung und der ihr zugrunde liegenden Blockchain-Technologie ist der Kryptowährungs-Enthusiast Michael Thomale. Der aus Leipzig stammende Wahl-Österreicher ist seit fast 30 Jahren unternehmerisch tätig. Früher galt sein Interesse eher klassischen Finanzdienstleistungen, ehe ihm das Aufkommen digitaler Währungen wie Bitcoin, Ethereum, Ripple, Dash oder Litecoin ganz neues Innovationspotenzial bot. Inzwischen hält er nicht nur Workshops zu den Verdienstmöglichkeiten im Kryptogeld-Handel ab, sondern berät auch Unternehmen beim Initial Coin Offering (ICO). Diese hochmoderne Finanzierungsmethode nutzen insbesondere Start-ups, um unabhängig von konventionellen Kapitalgebern wie Banken schnell an benötigte Investitionsmittel zu kommen. Die Kapitalbeschaffung erfolgt digital auf Basis der Blockchain, die die Transaktionsprozesse extrem vereinfacht und völlig transparent macht.

Bei der in London ansässigen Nexus Global Factoring Ltd. zieht Thomale als CMO alle Marketing- und Vertriebsfäden. Das Dienstleistungsunternehmen bietet Anlegern umfassende Beratungsleistungen zu Kryptowährungen samt Blockchain-Technologie und versteht sich als „erste Multi-Affiliate-Plattform mit herausragenden Verdienstmöglichkeiten“. Man biete „verschiedene Produkte in Kombination mit einem unglaublichen Vergütungsplan, Binary und Unilevel, unter Einbeziehung der traditionellen europäischen Industrie“. Mit verschiedenen Produkten verspricht Nexus Global einen Zugang zur ebenso aufregenden wie lukrativen Krypto-Welt. Dazu gehören „Bitcoin-Hash-Power-Pakete für jeden Geldbeutel“, um das Mining, also das Schürfen des Digitalgeldes, gewissermaßen zu demokratisieren.

Mit Begeisterung dürfte Thomale Ende Juli die Kursexplosion des Bitcoin verfolgt haben, als der Preis für einen Digital-Taler die Grenze von 11.000 US-Dollar übersprang.In der Spitze erreichte der Wert sogar 11.300 US-Dollar und damit ein neues Jahreshoch. Ein Fach-Portal machte die Kursrally anschaulich und schrieb am 28. Juli über die tolle Performance: „So liegt BTC innerhalb der letzten 24 Stunden fast sechs Prozent, innerhalb der letzten sieben Tage 16 Prozent, innerhalb der letzten 30 Tage 19 Prozent und seit Jahresbeginn fast 52 Prozent im Plus.“ Die Crypto-Community ist angesichts dieser Zahlen regelrecht verzückt und spekuliert über einen weiteren Anstieg des Bitcoin. Einige Experten schätzen die Wahrscheinlichkeit für einen Jahresend-Kurs von 20.000 US-Dollar auf immerhin neun Prozent. Das entspräche innerhalb kürzester Zeit mehr als einer Verdopplung. Auf jeden Fall ist wieder eine digitale Goldgräberstimmung entstanden: Mit einem Kurs von 20.000 US-Dollar würde die Kryptowährung ihr bisheriges Allzeithoch aus dem Jahr 2017 knacken.

In seinen „Blockchain News“ analysiert Michael Thomale die Gründe des jüngsten Kursfeuerwerks und führt das Überspringen der 11.000-Dollar-Marke auf „technische Indikatoren und zahlreiche bullische Nachrichten“ zurück: „Viele der Experten für Kryptowährungen sagen bereits eine Kursrally voraus, da sich die technischen Indikatoren für ein bullisches Szenario in den letzten Wochen immer mehr häuften. In den letzten Tagen durchbrach Bitcoin schon die Widerstände bei 9.500 sowie 9.700 USD und hat damit den Ausbruch auf die psychologisch sehr wichtige Marke von 10.000 USD vorbereitet. Der Langzeit-Widerstand bei 10.500 USD ist der wohl wichtigste technische Faktor für die Rally auf über 11.000 USD. Dieser Widerstand hat sich bereits vor zehn Monaten etabliert, und mit der Durchbrechung dieser Marke positioniert sich Bitcoin für einen neuen Bull Run in Richtung des Allzeithochs.“ Eine von mehreren Positivnachrichten, die dem Bitcoin Auftrieb gibt, ist aus Sicht des Profis die Ankündigung des Zahlungsgiganten VISA, „dass das Unternehmen eine Roadmap veröffentlicht hat, die eine Schnittstelle für Bitcoin-, Ethereum- und Ripple-Zahlungen vorsieht. Mit dieser Schnittstelle können Nutzer ihr Bitcoin- oder Ethereum-Wallet mit ihrer Visa-Karte verbinden und somit Zahlungen per Kryptowährungen tätigen.“

Thomale, der sich auch schon mal als „Denkpragmatiker und Headhunter“ bezeichnet, wirbt für Kryptogeld-Investments mit dem Hinweis auf die einfache Erzielung passiver Einkommen. Diese empfiehlt er auch deshalb, weil vielen Menschen angesichts kläglicher gesetzlicher Renten einmal die Altersarmut droht. Am 22. Juli 2020 postete er auf seiner privaten Facebook-Seite diese Warnung: „2,4 Millionen Menschen, die mindestens 40 Jahre lang in Deutschland in die Rentenkasse eingezahlt haben, müssen mit einer monatlichen Rente von weniger als 1.000 Euro auskommen.“ Angesichts dieser düsteren Perspektive fällt das Werben für krypto-basierte Zusatzverdienste, die dann in eine private Altersvorsorge gesteckt werden können, ziemlich leicht.

Der jüngste Bitcoin-Anstieg liefert dafür weitere Argumente. „Der Bitcoin ist wieder da“, titelte am 29. Juli eine Kommentatorin des „Handelsblattes“, die auch gleich eine Prognose wagte: „Die Bitcoin-Hausse diese Woche zeigt, dass auch bei Währungen die Zukunft digital sein wird. Der Wert der Kryptowährung dürfte weiter steigen.“ Davon ist auch Krypto-Finanzdienstleister Michael Thomale überzeugt.

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